Textilkette
C&A lässt sich von der Krise nicht bremsen

Die Schuldenkrise spielt bei C&A offenbar kaum eine Rolle. Zu der Umsatzsteigerung trug nicht zuletzt auch der Internet-Handel bei. In den nächsten Jahren will die Modefirma ihre Läden modernisieren und neue eröffnen.
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DüsseldorfDie Textilkette C&A hat der Schuldenkrise in Europa getrotzt: Das Familienunternehmen mit seinen rund 1500 Geschäften in 20 europäischen Ländern steigerte im Jubiläumsjahr 2011/12 seinen Umsatz um 3,2 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro, wie Europa-Manager Andreas Seitz am Mittwoch in Düsseldorf sagte. Größter Einzelmarkt sei nach wie vor Deutschland mit knapp 500 Filialen und einem Umsatz von 3,1 Milliarden Euro (plus 2,6 Prozent). Für Rückenwind im insgesamt schwierigen Marktumfeld sorgte der Internet-Handel. „Das Online-Geschäft von C&A ist 2011/12 um mehr als 40 Prozent gewachsen“, betonte Seitz.

Im Kampf um Marktanteile legte die 1911 in Berlin gegründete Textilkette auch dank Rabattaktionen leicht um 0,2 Prozent auf 5,6 Prozent zu. C&A spricht wie Hennes & Mauritz (H&M) und die zum Modekonzern Inditex gehörende Kette Zara vor allem preisbewusste Verbraucher an.

Für das neue Geschäftsjahr erwartet Seitz weiterhin ein schwieriges Marktumfeld. Die Konsumbereitschaft der Verbraucher bleibe wegen der Euro-Krise unsicher und schwierig abzuschätzen. Ungeachtet dessen will die Modefirma ihre Läden auf Vordermann bringen und neue Filialen eröffnen; allein in dem seit März laufenden Geschäftsjahr 2012/13 sollen etwa 100 neue Geschäfte hinzukommen, wobei allerdings 30 Standorte aufgegeben würden. Seitz kündigte an, C&A werde in den kommenden drei Jahren für die Expansion und Modernisierung über 700 Millionen Euro investieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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