Tiger-Bier
Heineken stößt bei Übernahme auf Gegenwehr

Heineken ist nicht mehr alleine. Auch ein thailändischer Milliardär möchte mit seiner Firma Tiger-Bier übernehmen. Nun beginnt ein Bieterwettstreit.
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SingapurDer niederländische Bierbrauer Heineken muss sich bei seiner geplanten milliardenschweren Übernahme des Tiger-Bier-Produzenten Asia Pacific Breweries (APB) gegen Konkurrenz aus Thailand wehren. Der Milliardär und ThaiBev-Gründer Charoen Sirivadhanabhakdi bietet 7,2 Milliarden Dollar für den APB-Großaktionär Fraser and Neave (F&N), wie der Sohn des Gründers, ThaiBev -Chef Thapana Sirivadhanabhakdi, am Donnerstag mitteilte.

Diese Offerte gefährdet Heinekens Vorstoß auf den asiatischen Markt, da F&N mit 40 Prozent an APB beteiligt ist. Vor dem Gebot hatten der ThaiBev-Gründer sowie der mit ihm verbundene Investor TCC Asset ihren Anteil an Fraser and Neave auf mehr als 30 Prozent erhöht. Damit müssen sie ein Pflichtangebot für das Unternehmen unterbreiten. Am 28. September entscheiden die Anteilseigner von F&N über einen Verkauf des 40-Prozent-Aktienpakets an APB an Heineken.

Heineken hatte vor kurzem seine Offerte für APB auf umgerechnet 6,3 Milliarden Dollar aufgestockt. Der weltweite Branchendritte bietet dem APB-Großaktionär Fraser and Neave (F&N) 53 statt bislang 50 Singapur-Dollar pro Aktie. Mit der jüngsten Aufstockung der Anteile hält Heineken nun 12,2 Prozent direkt an APB und weitere 32,4 Prozent über ein Joint Venture mit F&N.

Mit der Übernahme von APB wollen sich die Niederländer nicht nur Tiger, sondern auch die Marken Bintang und Anchor sowie 30 Brauereien in 14 Ländern sichern, darunter Singapur, Malaysia, Indonesien und Thailand. In der Branche gilt APB als sehr attraktives Übernahmeziel. Der Brauer kann mit einem jährlichen Ergebniswachstum von fast 20 Prozent in den vergangenen zehn Jahren aufwarten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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