Tochterunternehmen werden verkauft
Bahn-Neubauprojekte gestoppt

Sämtliche Neubauprojekte der Deutschen Bahn sind angesichts der unsicheren Finanzlage zunächst auf Eis gelegt. Die Vertreter des Bundes stellten sich in der jüngsten Aufsichtsratssitzung außerdem gegen Bahnchef Mehdorn.

HB BERLIN. Neue Vorhaben würden erst in die Wege geleitet, wenn die Höhe der Bundeszuschüsse für das Schienennetz klar seien, war von Teilnehmern der Bahn-Aufsichtsratssitzung zu erfahren, die am Mittwoch in Berlin stattfand. Hintergrund sind Gespräche im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat unter anderem zum Subventionsabbau, die auch die Zuschüsse für die Bahn erheblich schmälern könnten. Die neue Mittelfristplanung des Unternehmens bis zum Jahr 2008 sei daher gar nicht erst diskutiert worden, hieß es aus dem Aufsichtsrat.

Die Bahn betonte dagegen, an der Mittelfristplanung werde sich im Grundsatz nichts ändern, obwohl es neue Erkenntnisse über den Bundeshaushalt gebe und sich Bauprojekte verschöben. Nach Angaben der Gewerkschaft Transnet will das Unternehmen die Löhne der Beschäftigten im Fernverkehr nun doch wie geplant im Mai erhöhen. Aufsichtsräte sagten, im März würden Bund und Bahn vor dem Hintergrund der Lage des Verkehrsetats über Projekte wie den Neubau des Stuttgarter Hauptbahnhofs verhandeln.

Nach Angaben der Bahn wird im laufenden Jahr bei dem Unternehmen ein Betriebsverlust von rund 200 Millionen Euro anfallen, was auch die Planung vorgesehen hatte. Einnahmen von rund 1,4 Milliarden Euro kann das Unternehmen aus dem Verkauf seiner beiden Logistik-Töchter Brenntag und Interfer an den US-Finanzinvestor Bain Capital verzeichnen, den der Aufichtsrat billigte. Die Einnahmen sollen zur Schuldentilgung verwendet werden.

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