Trotz Sparprogramms
Lufthansa sucht Übernahmekandidaten

Die Lufthansa soll sich „strukturell und kulturell” verändern – das verlangt zumindest Aufsichtsratschef Jürgen Weber. Eine Möglichkeit wäre die Übernahme anderer Fluggesellschaften.
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FrankfurtDie Lufthansa will sich trotz ihres milliardenschweren Sparprogramms weiter aktiv am Ausleseprozess der Luftfahrtbranche beteiligen. „Wir halten die Augen offen, und wir werden auch sicher noch weiter expandieren”, sagte der scheidende Aufsichtsratschef Jürgen Weber dem Handelsblatt. „Allerdings konzentrieren wir uns zunächst auf die Konsolidierung unseres bestehenden Portfolios.” Der Lufthansa war in der Vergangenheit immer mal wieder ein Interesse an der skandinavischen Fluggesellschaft SAS nachgesagt worden. Mit SAS arbeitet die Lufthansa bereits in der Flugallianz Star Alliance zusammen.

Große Hoffnungen knüpft Weber an das Sparprogramm „Score”. „Wir müssen unsere Ergebnisse deutlich steigern. Dazu ist es nötig, die Lufthansa zu verändern – strukturell, aber auch kulturell”, sagte er. Seiner Einschätzung nach werden die Sanierungsmaßnahmen dafür sorgen, „dass Lufthansa alle wichtigen Investitionen auch künftig aus eigener Kraft finanzieren kann”.

Weber hält eine Konsolidierung der Luftfahrt für unumgänglich. Die Branche insgesamt habe in ihrem 100-jährigen Bestehen unter dem Strich kein Geld verdient. Das müsse sich ändern, forderte Weber, der im Mai vom früheren Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber als Aufsichtsratsvorsitzender abgelöst wird. Wenn Überkapazitäten abgebaut würden, dann würden auch die Ticketpreise steigen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Trotz Sparprogramms: Lufthansa sucht Übernahmekandidaten"

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  • Es ist fatal, sich über Dinge zu äußern, von denen man nichts versteht. Ich denke in Sachen Gehalt (vor allem beim Bodenpersonal und an Bord) läßt sich kaum etwas kürzen. Wie denn auch bei netto €1200. Alle jungen Mitarbeiter, die beabsichtigen, bei Lufthansa zu bleiben, werden irgendwann vom Sozialstaat unterstützt werden müssen. Vielmehr ist also die Potlitik am Zuge, an den Rahmenbedingungen etwas zu verändern.
    Und viele, die immer noch denken "alle Lufthanseaten verdienen mehr als überdurchschnittlich", sollten sich wohl besser einmal mit der Realität auseinandersetzen....

  • Wie können Sie sich als Streikopfer bezeichnen, wenn Sie doch gar nicht mehr mit Lufthansa fliegen??? Und wie wollen Sie denn überhaupt über die Belange der Mitarbeiter, die zum Streik führen, urteilen? Auf welcher Grundlage denn? Ich denke nämlich nicht, dass Sie wirklich eine Ahnung von der Luftfahrbranche haben. Sie sind einer derjenigen, die für 50€ alles wollen und sich keine Gedanken darüber machen, woher das kommt und auf was dafür an anderer Stelle verzichtet werden musste. Sie sind sicher einer derjenigen, die eine Lasagne noch für unter einen Euro haben wollen, aber der erste sind, der laut kreischt, wenn Pferdefleisch drin ist....

  • „Die Ticketpreise müssen steigen“

    und warum??? Fangen Sie doch mal bei Ihrem Gehalt an und anschließend unterlassen Sie die Mitnahme jedes Flughafenkreuzes Ihrer Allianzpartner, denn jeder Start und jede Landung verbraucht Unmengen von Sprit.
    Vielleicht hilft Ihnen da mein Sparvorschlag, denn ich bin nicht bereit noch mehr für ein Ticket zu zahlen.

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