Tui fusioniert mit First Choice
Erst preußisch, jetzt britisch

Die Fusion mit dem britische Reiseanbieter First Choice sichert Tui die Spitzenposition als Europas größter Reisekonzern. Das Unternehmen, das vor knapp 40 Jahren als Touristik Union International begann, wird nun gemeinsam mit Thomas Cook den europäischen Reisemarkt kontrollieren. Eine Chronik.

Das Unternehmen entstand vor knapp 40 Jahren aus vier deutschen Reiseveranstaltern. Vor zehn Jahren begann der Stahl- und Energiekonzern Preussag, sich bei TUI einzukaufen. Preussag baute das Unternehmen durch weitere Akquisitionen aus und übernahm auch den Namen. Die wichtigsten Stationen der Tui:

1968: Im November schließen sich die Reiseveranstalter Scharnow, Touropa, Hummel und Dr. Tigges zur Touristik Union International (Tui) zusammen. Das Unternehmen löst bald Neckermann als Marktführer in Deutschland ab.

1992: Der Westdeutsche Landesbank, Hauptaktionär des Preussag-Konzerns, steigt mit 30 Prozent bei Tui ein. Ziel von WestLB-Chef Friedel Neuber ist ein europäischer Reiseriese.

1997: Preussag mit dem ehemaligen WestLB-Manager Michael Frenzel an der Spitze übernimmt den Schifffahrtskonzern Hapag-Lloyd, der 30 Prozent an Tui hält - dem mittlerweile größten Reiseveranstalter in Europa. Zugleich beginnt Preussag, traditionelle Beteiligungen wie Stahl und Kohle zu verkaufen.

1998/1999: Preussag erwirbt von Quelle und der Deutschen Bahn deren jeweils 20 Prozent an Tui und hält das Unternehmen nun komplett. In Großbritannien kauft der Konzern Anteile des Reisekonzerns Thomas Cook.

2000: Preussag gewinnt einen Bieterwettstreit mit dem deutschen Konkurrenten C&N um den britischen Reiseanbieter Thomson. Thomas Cook wird aus kartellrechtlichen Gründen an C&N veräußert. In Frankreich kauft Preussag den Reise-Marktführer Nouvelles Frontieres.

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