Übernahme durch AB Inbev
SAB Miller sagt Ja zur Milliarden-Hochzeit

Der Brauereikonzern SAB Miller hat dem hartnäckigen Werben von Konkurrent AB Inbev nachgegeben: Die Briten lassen sich für rund 96 Milliarden Euro übernehmen. Ein neuer globaler Bierriese würde so entstehen.

LondonDer britische Brauereikonzern SAB Miller hat sich mit der Übernahme durch den Weltmarktführer Anheuser-Busch Inbev aus Belgien einverstanden erklärt. Es sei eine „Grundsatzeinigung“ zwischen beiden Konzernen getroffen worden, teilte das britische Unternehmen am Dienstag in London mit.

Anheuser-Busch soll demnach insgesamt 71 Milliarden Pfund, umgerechnet 96 Milliarden Euro, zahlen, noch einmal etwas mehr als das am Montag vorgelegte vierte Angebot. Das Bar-Angebot entspreche einem Aufschlag von etwa 50 Prozent auf den Schlusskurs von SAB Miller am 14. September. Als Alternative bietet AB Inbev ein gemischtes Angebot mit Bargeld und Aktien an und lockt damit Großaktionäre mit einer Beteiligung am fusionierten Konzern.

Mit der Übernahme entsteht ein Brauriese neuer Dimension: Weltweit wird künftig etwa jedes dritte Bier aus einer Brauerei des fusionierten Konzerns kommen.

Aus dem Hause AB Inbev kommen Biere wie Budweiser, Corona, Stella Artois oder in Deutschland Beck's und Franziskaner. Der Konzern war 2008 aus der Fusion der belgisch-brasilianischen InBev-Gruppe mit dem US-Braukonzern Anheuser Busch entstanden. SAB Miller verkauft unter anderem Pilsner Urquell, Miller und Grolsch.

Anheuser-Busch will mit der Übernahme vor allem seine Präsenz in Afrika ausbauen und verspricht sich dort deutliches Wachstum. In Westeuropa und Nordamerika war das Geschäft zuletzt schwierig. Vor allem in den USA erfreuen sich Biere von unabhängigen kleinen Brauereien immer größerer Beliebtheit und luchsen den Branchenriesen Marktanteile ab.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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