Übernahme geplatzt
Beate Uhse lässt Condomi fallen

Europas größter Erotikkonzern Beate Uhse wird doch nicht den finanziell angeschlagenen Kondomhersteller Condomi übernehmen. Zur Sicherung des weiteren Fortbestandes des Unternehmens sollen aber bis Ende September andere Investoren gewonnen werden. Die Aktie brach am Morgen ein.

HB DÜSSELDORF. Der Beate-Uhse-Konzern habe seine Entscheidung gegen eine Beteiligung mitgeteilt, hieß es in einer Erklärung Condomis am Freitag in Köln. Unabhängig davon würden aber Gespräche mit anderen Investoren „zur Sicherung des langfristigen Fortbestandes der condomi AG geführt“. Auch werde bereits konkret verhandelt. Eine Entscheidung soll demnach bis zum Ende des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2004/05 (zum 30. Juni) fallen. Die Condomi-Aktie brach im frühen Handel um rund 26 % auf 1,71 € ein. Die Aktien der Beate Uhse lagen mit 11,39 € knapp ein Prozent im Plus.

Beate Uhse will erklärtermaßen Weltmarktführer im Erotik-Geschäft werden und hatte auf dem Weg dazu zu Jahresbeginn ein Angebot für das US-Magazin „Penthouse“ in Höhe von 62 Mill. € abgegeben, dieses allerdings Ende April zurück gezogen. Anfang Februar teilte der Flensburger Konzern mit, auch die Übernahme von Condomi zu prüfen. Hierzu hatte das im SDax notierte Unternehmen die Wirtschaftsprüfer Ernst & Young mit einer Unternehmensanalyse beauftragt.

Wegen verfehlter Wachstums- und Innovationsstrategien hatte der Kölner Kondomhersteller Ende November 2003 von einer verschlechterten Liquidität berichtet und Verhandlungen mit seinen Banken aufgenommen. Ende Dezember räumten die Poolbanken dem Unternehmen einen Überbrückungskredit ein. Sollten die weiteren Verhandlungen über ein neues Finanzierungskonzept scheitern, sei der Fortbestand des Unternehmens Condomi AG sowie ihrer direkten und indirekten Töchter mit Ausnahme von unimil S.A. nicht mehr sicher gestellt, hieß es damals.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%