Umsatz gestiegen
Klassische Reisebüros trotzen Internethandel

Trotz zunehmendern Internetbuchungen und dem wachsenden Erfolg von Discountern konnten die klassischen Reisebüros 2006 ihren Umsatz steigern. Die Entwicklung hinterlässt ihre Spuren bei den Reisebüros an einer anderen Stelle.

HB BERLIN. Die Reisebüros in Deutschland haben 2006 trotz der wachsenden Internetbuchungen und der jüngsten Vorstöße von Discountern ihren Umsatz steigern können. Er nahm von 20,5 auf 20,8 Mrd. Euro zu, berichtete der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Klaus Laepple, am Mittwoch auf der Reisemesse ITB in Berlin. Der Tourismus bleibe eine Wachstumsbranche. „Die Trends für dieses Jahr sind eindeutig“, sagte Läpple. Allein für Auslandsreisen hätten die Deutschen 2006 weltweit 60,5 Mrd. Euro ausgegeben, so viel wie die Bevölkerung von keinem anderen Land und 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr.



Zu den besonderen Vorlieben der Bundesbürger zählen nach Einschätzung des Verbands derzeit Fernreisen, Städtereisen, und Wellnessurlaub. Bei den Fernreisen seien neben Asien auch Mexiko und die Malediven stark gefragt. „Immer mehr Menschen gönnen sich zudem im gehobenen Preissegment eine Luxusreise“, stellte Laepple fest.

Rückläufige Buchungen gab es 2006 in Tunesien, Ägypten, der Karibik, Bulgarien und der Türkei, die aber laut Laepple in diesem Jahr wieder einen starken Aufwärtstrend verzeichnet.

Wegen der starken Konkurrenz im Internet und von Heimverkäufern ist die Zahl der Reisebüros im vergangenen Jahr erneut gesunken, und zwar von 12 639 im Jahr 2005 auf aktuell 11 866. An ein Aussterben des klassischen Reisebüros glaubt der DRV-Präsident aber nicht. Die Zahl der Anbieter schrumpfe zwar stetig, doch blieben gut ausgebildete Reiseberater als „Navigatoren im Angebotsdschungel“ unentbehrlich. Allerdings ist die Zahl der Auszubildenden zwischen 2001 und 2006 um ein Drittel auf inzwischen rund 6 500 gesunken.

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