Umsatz steigt erstmals nach drei Quartalen wieder an
Medion fürchtet Folgen der Konsumflaute

Der mit hohen Fixkosten kämpfende Essener Elektronikhändler Medion befürchtet angesichts der anhaltenden Konsumflaute und einer schwachen Nachfrage auch im Ausland 2005 einen weiteren Gewinneinbruch. Im Zeitraum April bis Juni halbierte sich das Ergebnis, obwohl der Umsatz wegen guter Geschäfte mit Notebooks und Navigationssystemen erstmals seit drei Quartalen wieder stieg.

HB DÜSSELDORF. Trotz Kostensenkungen und Strukturverbesserungen dürften nach einer schwachen ersten Jahreshälfte auch im Gesamtjahr Einbußen bei Umsatz und Gewinn zu erwarten sein, gab Medion am Donnerstag bei Vorlage von Geschäftszahlen bekannt.

„Forcierte Kostensenkungen und Effizienzverbesserungen werden erst im vierten Quartal anfangen zu greifen“, sagte Finanzvorstand Christian Eigen am Donnerstag. Die erwartete Belebung im Weihnachtsgeschäft werde die Einbußen des ersten Halbjahrs nicht ausgleichen können. Konkrete Umsatz- und Gewinnziele nannte Medion nicht. Die Konjunkturentwicklung und das Bestellverhalten der Kunden sei derzeit nicht absehbar. Für Medion ist das Weihnachtsgeschäft mit 45 bis 50 % des Jahresumsatzes besonders wichtig.

Schon 2004 war Medion in den Sog der Konjunkturschwäche geraten und hatte bei einem Umsatz von 2,6 Mrd. € einen halbierten Überschuss von nur noch 50,7 Mill. € verbucht. Medion vertreibt seine Elektroartikel - vom Notebook bis zum Küchengerät - über Einzelhandelsketten wie Aldi und Tchibo und über Handelskonzerne wie Metro, die britische Tesco oder die französische Carrefour.

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