Umsatz und Gewinn gesunken
Deutsche Euroshop überdenkt Geschäftsmodell

Künftig will die im Nebenwerteindex MDax gelistete Deutsche Euroshop unter Umständen nicht mehr nur in große Einkaufszentren investieren. Im bisherigen Geschäft sind Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr schließlich zurückgegangen.

HB HAMBURG. „Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir unser Geschäftsmodell ausweiten und außerhalb des Top-Segments von Shopping-Centern wachsen können“, sagte Vorstandschef Claus-Matthias Böge der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag in Hamburg. Denkbar seien Investitionen in andere Arten von Einzelhandelsimmobilien, etwa in Fachmärkte, Stadtteil-Zentren oder Discounter. Eine Entscheidung sei noch nicht getroffen.

Deutsche Euroshop investiert bisher nur in Einkaufszentren in besten Lagen, vor allem in Innenstädten. Zurzeit ist das Unternehmen an 16 Centern in Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn beteiligt. Zuletzt waren die Preise für Einkaufszentren in die Höhe geschossen. Euroshop hatte deshalb die Hoffnungen auf weitere Zukäufe in diesem Jahr abgehakt. „Wir wollen diese Preise im Moment nicht bezahlen“, sagt Böge. Euroshop will abwarten, wie sich die Preise in den nächsten Monaten angesichts der Krise an den Finanzmärkten entwickeln.

Umsatz und Gewinn des im Nebenwerteindex MDax gelisteten Unternehmens waren im ersten Halbjahr zurückgegangen. Die Zahlen waren im vergangenen Jahr auf Grund von Einmaleffekten besonders hoch ausgefallen. Damals hatte Euroshop zwei Einkaufszentren in Frankreich und Italien verkauft. Erst im Herbst soll ein Center in Danzig eröffnet werden. 2008 folgen zwei Einkaufszentren in Hameln und Passau. Dann sollen Umsatz und Gewinne wieder kräftig zulegen.

Durch die Finanzkrise in Folge der Probleme am US-Immobilienmarkt rechnet sich Euroshop neue Chancen aus. Böge sagte, er halte es für möglich, dass andere börsennotierte Immobiliengesellschaften in Schieflage gerieten und Objekte veräußern müssten. „Es ist unfassbar, wer da alles an die Börse gekommen ist.“ Euroshop indes sei langfristig finanziert und solvent. „Wir haben auf der Finanzierungsseite keine Probleme“, betonte Böge.

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