Umsatzeinbußen befürchtet
Einzelhandel fordert Aussetzen der EU-Feinstaubrichtlinie

Der Einzelhandel hat eine Aussetzung der EU-Feinstaubrichtlinie gefordert, weil er Umsatzeinbußen für die Branche befürchtet.

HB BERLIN. Eine Aussetzung dürfe kein Tabu sein, sagte der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels, Hubertus Pellengahr, der Zeitung „Die Welt“ (Donnerstagausgabe). In der bestehenden Form sei die Richtlinie der Europäischen Union (EU) ein Konsumhemmnis ersten Ranges. Die von der EU festgelegten Grenzwerte seien nicht das Evangelium. Ähnlich äußerte sich Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. „Die Einzelhändler in den Innenstädten wären nicht mehr erreichbar und hätten drastische Umsatzeinbußen“, sagte er der Zeitung. „Das sind Signale, die nicht in ein wirtschaftliches Umfeld mit 5,2 Millionen Arbeitslosen passen.“

In mehreren deutsche Städten ist die Jahresobergrenze für Feinstaubbelastung schon überschritten worden. Die Belastung darf laut EU-Vorgabe nur an 35 Tagen im Jahr über 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft liegen. Die Belastung mit Feinstaub gilt als gesundheitsschädigend. Als besonders gefährlich gelten Partikel in Abgasen von LKW und PKW mit Diesel-Motoren. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte sich am Mittwoch gegen Fahrverbote am Sonntag als Mittel zur Verringerung der Feinstaub-Belastung ausgesprochen.

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