Umsatzsprung erwartet
Tui will bei Reisen kräftig zulegen

Der Reise- und Schifffahrtskonzern Tui ist trotz unsicherer Konjunkturaussichten optimistisch und will in diesem Jahr Umsatz und Gewinn in beiden Sparten steigern. 2007 erhöhte sich das Betriebsergebnis in der Schifffahrt besonders stark, von der sich der Konzern jetzt trennen will.

HB HANNOVER. Der Konzernumsatz solle sich 2008 um vier Mrd. auf 26 Mrd. Euro erhöhen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Hannover mit. Auch die Gewinne dürften sich sowohl in der Touristik als auch der Schifffahrt dank guter Reisenachfrage und besseren Frachtpreisen verbessern - eine konkrete Zielmarke nannte der Konzern aber nicht.

Noch nicht berücksichtigt in diesen Prognosen ist die geplante Trennung von der Containerreederei Hapag -Lloyd, die der Aufsichtsrat am Vortag im Grundsatz beschlossen hat. Hierzu wurden vom Tui -Vorstand auf der Bilanzpressekonferenz am Vormittag Einzelheiten erwartet.

2007 hatte Tui seinen Umsatz um sieben Prozent auf knapp 22 Mrd. Euro und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 47 Prozent auf 616 Mill. Euro erhöht. Unter dem Strich blieb für die Tui AG ein Überschuss von gut 175 Mill. Euro nach einem Vorjahresverlust von 890 Mill. Euro. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 0,25 Euro erhalten.

In der Touristik erhöhte sich das Betriebsergebnis im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 449 Mill. Euro, in der Schifffahrt um mehr als das Doppelte auf 197 Mill. Euro. Die Verschuldung des Konzerns stieg wegen der Fusion des Touristikgeschäfts mit der britischen First Choice um 700 Mill. Euro auf 3,9 Mrd. Euro.

Im Reisegeschäft rechnet Europas größter Touristikkonzern für 2008 mit einem Umsatzsprung auf 19 (2007: 15,6) Mrd. Euro. Die Reisebuchungen lägen deutlich über Vorjahr, erklärte die Konzerntochter Tui Travel in London, in der der Großteil des Reisegeschäfts gebündelt ist. Im wichtigsten Bereich Zentraleuropa stiegen die gebuchten Umsätze bisher für den laufenden Winter um vier Prozent, für den Sommer um sechs Prozent. In Deutschland betrug das Plus im Winter drei Prozent, im Sommer sieben Prozent.

In der Schifffahrt erwartet der Konzern angesichts eines weltweiten Branchenwachstums von sieben Prozent mit einem Umsatzanstieg von 6,2 Mrd. auf sieben Mrd. Euro. Das Ergebnis soll deutlich zulegen, auch da die Einsparungen in Höhe von 220 Mill. Euro durch die Übernahme des Wettbewerbers CP Ships nun voll zum Tragen kämen. Zudem würden sich die im vorigen Jahr schwachen Frachtraten wieder nach oben bewegen. Ein Risiko blieben aber die noch unklaren Folgen der Finanzmarktkrise.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%