Umstrukturierung
Ikea verkauft seine Marke für neun Milliarden Euro

Die Markenrechte an der Marke Ikea wechseln den Besitzer. Doch der Name bleibt quasi in der Familie. Das schwedische Möbelhaus verkauft seinen Namen an eine Tochterfirma - für neun Milliarden Euro.
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StockholmDie Marke Ikea ist nach Einschätzung des schwedischen Möbelkonzerns selbst neun Milliarden Euro wert. Ikea verkaufte die Rechte an der Marke an eine eigene Tochterfirma und schrieb diese Summe in die Bücher, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Ikea besteht aus einem komplizierten Firmengeflecht. Den Angaben zufolge verkaufte die Stiftung Interogo in Liechtenstein den Markennamen bereits am 1. Januar an Inter Ikea Systems. Ziel sei, „die Unternehmensstruktur zu stärken und zu vereinfachen“, sagte Sprecher Anders Bylund von Inter Ikea Systems der Nachrichtenagentur AFP.

Die „interne Transaktion“ habe keinerlei externe Folgen, sagte Bylund. Der Name Ikea habe nun aber erstmals einen Buchwert. Diesen hätten außenstehende Experten ermittelt. Inter Ikea Systems habe „keinen Rabatt“ bekommen. Daher habe Interogo Inter Ikea Systems 5,4 Milliarden Euro geliehen und Kapital in Höhe von 3,6 Milliarden Euro in die Firma eingebracht.

Ikea wurde 1943 von Ingvar Kamprad gegründet, der im Alter von 86 Jahren immer noch die Fäden in der Hand hält. Erst seit kurzem veröffentlicht das Unternehmen Umsatz- und Gewinnzahlen. Kamprad ist laut Angaben des Schweizer Magazins „Bilanz“ der reichste Mensch Europas. Nach den Berechnungen der Wochenzeitung kommt der in der Nähe von Lausanne lebende Schwede auf ein Vermögen von 37,5 Milliarden Dollar (knapp 30,1 Milliarden Euro). Mitberechnet wurde dabei der Wert seiner Stiftung, die einen Großteil des Ikea-Vermögens verwaltet.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Umstrukturierung: Ikea verkauft seine Marke für neun Milliarden Euro"

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  • MONOPOLY! SONST NICHTS!

  • @orwell

    Glauben Sie wirklich, ein familiengeführtes Haus hätte keine anderen Sorgen als Steuerhinterziehung?

  • Man kann das auch anders nennen: Restrukturierung hin zur Lizenzverwertung. Den Markenkern auf eine Markenlizenz hin zu verschlanken.
    Also noch etwas einfacher - oder so, würde Stanley Clarke (2001) vlt schreiben.

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