Umtauschanleihe
Lufthansa könnte bei Jetblue aussteigen

Die Lufthansa setzt ihren Sparkurs fort und trennt sich von unrentablen Beteiligungen. Nun sollen die Aktien am US-Billigflieger Jetblue abgestoßen werden. Die Erlöse sollen in die Kernmarke investiert werden.
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FrankfurtDie Lufthansa stellt ihre Beteiligung an der US-Fluglinie Jetblue zur Disposition. Europas größte Fluggesellschaft legt dazu über eine Zweckgesellschaft eine Umtauschanleihe auf, die die Anleger in Jetblue-Aktien tauschen können. Insgesamt sollen dafür 46,7 Millionen Aktien der US-Gesellschaft zur Verfügung stehen, wie die Lufthansa am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Das entspricht ziemlich genau dem Anteil von rund 16 Prozent, mit dem der Dax-Konzern zuletzt an seinem US-Partner beteiligt war. Das Geld aus der Anleiheemission will die Lufthansa für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden.

Der Kupon und die Umtauschprämie werden der Lufthansa zufolge bei Preisfestsetzung festgelegt, welche voraussichtlich noch am Donnerstag stattfindet. Die Abwicklung der Emission solle in der ersten April-Woche erfolgen. Dass sich die Lufthansa von ihren Jetblue-Aktien trennt, steht nicht endgültig fest. So können die Gläubiger der Anleihe wählen, ob sie ihre Papiere in Aktien umtauschen wollen oder nicht. Die Lufthansa behält sich zudem das Recht vor, ihnen statt der Aktien später einen Geldbetrag auszuzahlen. Nach dem Schlusskurs vom Mittwoch war die JetBlue-Beteiligung der Lufthansa rund 244 Millionen US-Dollar (183 Mio Euro) wert.

Die Lufthansa war vor vier Jahren bei JetBlue eingestiegen, um ihren Passagieren in den USA mehr Anschlussflüge bieten zu können. Der nun mögliche Rückzug auf Raten passt in den neuen Kurs des Konzerns. Die Kranich-Airline sortiert seit vergangenem Jahr Geschäfte und Beteiligungen aus, die unprofitabel sind oder keinen strategischen Wert haben. Zuletzt war das die britische Tochter BMI, die an den British-Airways-Mutterkonzern IAG geht. Nach Reuters-Informationen will die EU-Kommission die Transaktion durchwinken.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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