Unternehmen reagiert mit Sparkurs auf Angriffe des Konkurrenten
Kundenzuwachs von O2 setzt Mobilfunkbetreiber E-Plus zu

Die Mobilfunkgesellschaft E-Plus hat sich ein rigoroses Sparprogramm verordnet. Damit reagiert das Unternehmen auf die Erfolge des kleineren Konkurrenten O2, der E-Plus in der vergangenen Quartalen beim Kundenzuwachs übertraf.

DÜSSELDORF. „Wir müssen den Gürtel noch einmal enger schnallen“, sagte E-Plus-Chef Uwe Bergheim dem Handelsblatt. Daher werde es in diesem Jahr keine Boni für die leitenden Angestellten geben, Budgets würden gekürzt, Projekte gestrichen. „Wir haben ab sofort Einstellungsstopp und werden keine Berater mehr im Hause beschäftigen“, so Bergheim.

Damit will das Unternehmen zusätzlichen Handlungsspielraum gewinnen, um O2 besser Paroli bieten zu können und mehr Geld in das Anwerben von neuen Kunden investieren zu können: „Wir geben jetzt mehr Gas, wollen noch mehr Kunden gewinnen und dabei auch unser Ergebnis stärker verbessern“, sagte der E-Plus-Chef. Bislang hatte sich E-Plus vorgenommen, pro Jahr unterm Strich etwa eine Million neue Kunden anzuwerben. Bergheim: „Es soll klar werden: O2 bleibt die Nummer vier im deutschen Mobilfunkmarkt.“

Der kleinere Konkurrent gewann in den vergangenen Quartalen mehr und vor allem auch profitablere Nutzer und kam so seinem Ziel näher, E-Plus zu überrunden und zur Nummer drei auf dem deutschen Mobilfunkmarkt aufzusteigen. So zog O2 beispielsweise im Weihnachtsquartal, dem wachstumsstärksten Zeitraum der Branche, deutlich an E-Plus vorbei: O2 steigerte seine Kundenzahl zwischen Oktober und Dezember 2003 um 335 000 auf 5,6 Millionen, der Konkurrent lediglich um 242 000 auf 8,2 Millionen – trotz einer neuen Marketingkampagne.

Anfang dieses Jahres hatte O2 offenbar erneut die Nase vorn: Der Mobilfunker gewann zwischen Januar und März 400 000 Nutzer hinzu. Analysten gehen davon aus, dass E-Plus im ersten Quartal dieses Jahres seine Nutzerbasis dagegen nur um 200 000 bis 230 000 ausweitete – damit hätte sich der Vorsprung gegenüber O2 erneut verkleinert. Offiziell gibt die E-Plus-Mutter, der niederländische Telekomkonzern KPN, die Quartalsergebnisse am 10. Mai bekannt.

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