US-Einzelhändler rechnet mit schwierigen Zeiten
Wal-Mart spürt die Angst der Verbraucher

Wal-Mart spürt zunehmend die Angst der Verbraucher. Die Kreditkäufe würden deutlich zurückgehen, so der weltweit größte Einzelhändler. Außerdem verstärkt der US-Konzern seine Kontrollen China, obwohl dies die Margen belaste.

HB DÜSSELDORF. Die US-Konsumenten seien derart beunruhigt über ihre persönliche finanzielle Sicherheit, dass sie zunächst ihren Gehaltsscheck abwarten würden, bevor sie Einkaufen gingen, selbst bei den allernotwendigsten Dingen, sagte der Chef des US-Geschäfts von Wal-Mart, Eduardo Castro-Wright, in Los Angeles. Dies sei ein „beunruhigender“ Trend.

Viele Kunden treibe die Frage um, ob sie genügend Geld hätten, um Essen für ihre Familien zu kaufen. Die meisten Kunden hätten ihre Kreditkarten-Limits ausgereizt und so gingen auch die Kreditkäufe bei Wal-Mart deutlich zurück. Dies habe zur Folge, dass sich auch das Einkaufsverhalten ändere.

Discounter wie Wal-Mart konnten sich in der aktuellen Krise bislang noch vergleichsweise gut behaupten. Auch im näher rückenden Weihnachtsgeschäft dürften die Konsumenten wohl sehr vorsichtig sein, sagte Castro-Wright.´

Der US-Einzelhändler Wal-Mart will nach Probleme mit chinesischen Lieferanten die Sicherheitsbestimmungen und Kontrollen verschärfen. Die Qualitätsstandards müssten verbessert und die Arbeitsbestimmungen eingehalten werden, sagte Vorstandschef Lee Scott vor Journalisten in Peking. Gleichzeitig räumte Scott ein, dass die Maßnahmen zu niedrigeren Margen führen könnten. Es sei auch möglich, dass die Verbraucher am Ende etwas mehr für einige Produkte bezahlen müssten.

Wal-Mart arbeitet weltweit mit mehr als 60 000 Lieferanten zusammen und erwirtschaftet rund neun Milliarden Dollar Umsatz mit Artikeln „Made in China“. Nachdem zuletzt aber immer wieder Qualitätsmängel aufgetaucht waren und Produkte aus China zurückgerufen werden mussten, will Wal-Mart nun stärker durchgreifen.

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