Verbesserte Betreuung
Rhön-Klinikum baut ambulante Versorgung aus

Der private Klinikbetreiber Rhön-Klinikum will künftig gezielt durch den Ausbau der ambulant-stationären Versorgung wachsen. Das sagte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Pföhler im Gespräch mit dem Handelsblatt.

DÜSSELDORF. So genannte Medizinische Versorgungszentren (MVZ), eine Art Gemeinschaftspraxis, sollen im Verbund mit Krankenhäusern als gemeinsame medizinische Plattform die wohnortnahe Versorgung sicherstellen. An diesen Einrichtungen sollen sich auch niedergelassene Ärzte beteiligen können.

Neben den Versorgungszentren setzt das Unternehmen weiter auf Zukäufe anderer Krankenhäuser. Diese integrierte Wachstumsstrategie spiegelt sich ab Januar 2009 in einer veränderten Unternehmensstruktur der Rhön-Klinikum wider: Neben dem angestammten Geschäftsfeld der stationären Akutversorgung wird ein neuer Geschäftsbereich der ambulant-stationären Grund- und Regelversorgung eingerichtet, als Vorstand wurde der Arzt Christoph Straub bestellt. Der 47-Jährige kommt von der Techniker-Krankenkasse, wo er seit 2005 stellvertretender Vorstandsvorsitzender ist. Die kaufmännische Führung dieses Bereich übernimmt Ralf Stähler als stellvertretender Vorstand. Der 40-jährige ist derzeit Bereichsleiter der MVZ bei dem Klinikkonzern.

Die Rhön-Klinikum AG hat ihr Engagement im ambulant-stationären Bereich bereits massiv ausgebaut: Von 2006 bis heute wurde die Zahl der Versorgungszentren von sechs auf 20 mehr als verdreifacht. In den nächsten Jahren sollen weitere Zentren hinzukommen. Zum Gesamtumsatz des Unternehmens von zuletzt zwei Milliarden Euro trug die ambulante Versorgung im vergangenen Jahr nur rund fünf Prozent bei. In diesem Jahr dürfte es mehr werden, will Rhön-Klinikum die Zahl der Patienten in den MVZ doch um 40 Prozent steigern.

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