Verbraucherzentralen scheitern vor Landgericht
Katjes darf mit Aufdruck «ohne Fett» werben

Katjes darf seine Fruchtgummis weiter mit dem Hinweis «ohne Fett» verkaufen. Ein Gericht widersprach dem Vorwurf, der Aufdruck suggeriere ein gesundes Produkt.

HB BERLIN.

Der Süßwarenhersteller Katjes hat sich gegen die Verbraucherschützer durchgesetzt. Nach einem Urteil des Landgerichtes Kleve vom Freitag darf das Unternehmen auch zukünftig mit dem Aufdruck «ohne Fett» für seine Fruchtgummis Werbung machen. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hatte darin eine irreführende Werbung gesehen und eine Klage eingereicht.

Die Verbraucherschützer hatten dem Unternehmen vorgeworfen, dass die Fruchtgummis «Yoghurt-Gums, »Euro Münzen« und »«Fresh Watermelon» geringe Mengen Fett aufwiesen. Zudem bemängelten die Kläger, Verbraucher könnten aufgrund des Hinweises «ohne Fett» annehmen, es handele sich um ein besonders gesundes Produkt. Dies sei jedoch wegen des hohen Zuckeranteils falsch.

Das Gericht wies die Klage zurück mit der Begründung, der Fettgehalt von maximal 0,4 Prozent sie so gering, dass er praktisch keine Rolle spiele. Ein Erwachsener muss dem Gericht zufolge 20 Kilogramm «Yoghurt Gums» zu sich nehmen, um den täglichen Fettbedarf von 80 Gramm zu decken. Zudem widersprach das Gericht dem Vorwurf, «ohne Fett» suggeriere ein gesundes Produkt. Schließlich wisse ein durchschnittlicher Verbraucher, dass Süßigkeiten Zucker enthielten, der bei übermäßigen Konsum zu Übergewicht führe.

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