Verkauf von Schenker und Arriva
Bahn will Konzerntöchter offenbar teilprivatisieren

Angeblich will die Deutsche Bahn Anteile an ihren Töchtern Schenker und Arriva verkaufen. Einem Medienbericht zufolge liegen die ersten Entwürfe entsprechender Pläne bereits dem Aufsichtsrat vor.
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BerlinDie Deutsche Bahn zieht einem Bericht zufolge eine Teilprivatisierung ihrer Konzerntöchter Schenker und Arriva in Erwägung. Entsprechende Pläne gingen aus der neuen Konzernstruktur hervor, die in dieser Woche in groben Umrissen an die Mitglieder des Aufsichtsrates verschickt worden seien, berichtete die „Welt“ am Freitag auf ihrer Website. „In Betracht käme ein Verkauf von zehn oder zwanzig Prozent an Arriva oder Schenker“, zitierte die Zeitung aus Bahnkreisen. „Wir behalten die Kontrolle, bekommen aber das dringend nötige frische Kapital.“

Die neue Konzernstruktur sieht dem Bericht zufolge vor, dass die Konzerntöchter DB Schenker Logistics sowie Arriva, also das Auslandsgeschäft im Personenverkehr, in Zukunft dem Finanzvorstand Richard Lutz unterstehen sollen. Dies geschehe, „weil es für eine Privatisierung sinnvoll ist, wenn der Finanzvorstand für diese Gesellschaften die Verantwortung hat“, zitierte die „Welt“ ein Aufsichtsratsmitglied.

Nach Informationen der „Welt“ haben die Pläne Chancen, vom Aufsichtsrat durchgewunken zu werden. „Einerseits muss die Bahn in den kommenden Jahren Milliarden investieren. Andererseits hat sie an den Bund eine satte Dividende zu zahlen und will die Verschuldung bei 19 Milliarden Euro deckeln“, sagte ein Aufsichtsratsmitglied der „Welt“. Dies passe nicht zusammen. Neue Investitionen ohne neue Schulden könnten nur funktionieren, wenn frisches Geld hereinkomme.

Ein Konzernsprecher wollte sich „zu den Spekulationen auf dem Markt“ nicht äußern. „Dazu sagen wir etwas, wenn die Pläne vorgestellt werden“, sagte er auf Anfrage von AFP. Wann dies sein wird, war zunächst noch unklar.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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