Verkaufsflaute
Metro kürzt die Prognose

Schlechte Geschäfte in Süd- und Osteuropa verhageln Metro die Bilanz. Darum will der größte deutsche Handelskonzern nun sein Expansionsprogramm auf den Prüfstand stellen.
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DüsseldorfDeutschlands größter Handelskonzern Metro bekommt die Eurokrise immer stärker zu spüren. Die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr wurde deutlich nach unten korrigiert. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) erwarte das Unternehmen nun vor Sonderfaktoren rund zwei Milliarden Euro, teilte der Handelskonzern am Freitag in Düsseldorf mit. Bisher war das Unternehmen von einem Ebit auf Höhe des Vorjahres von 2,372 Milliarden Euro ausgegangen.

„In vielen Ländern haben sich in den vergangenen Wochen die Bedingungen für unsere Kunden und damit auch für unser Geschäft deutlich verschlechtert“, sagt Metro-Chef Olaf Koch. In Süd- und Teilen von Osteuropa hinterlässt die Eurokrise deutliche Spuren in der Bilanz des Handelskonzerns. Insbesondere bei Nichtlebensmitteln wie zum Beispiel Unterhaltungselektronik gehen die Umsätze zurück.

Metro-Chef Koch will darum auch das Expansionsprogramm des Konzerns kritisch überprüfen. Ziel sei es weiterhin, die Nettoverschuldung zu senken. Zuletzt hatte der Handelskonzern einen Verkauf des internationalen Geschäfts seiner Supermarktkette Real sondiert. Insbesondere über das Real-Geschäft in Osteuropa und der Türkei, werde mit internationale Handelsketten verhandelt, hieß es.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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