Verkehr
Weniger Schiffe auf dem Nord-Ostsee-Kanal

Der Nord-Ostsee-Kanal ist die am meisten befahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Doch im ersten Halbjahr wurde sie von weniger Schiffen befahren als 2012. Ein Grund: technische Probleme.
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DüsseldorfVor allem Reparaturen an den Schleusen sorgten für einen Rückgang des Schiffsverkehrs auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Sowohl die Zahl der Schiffe als auch die transportierte Ladungsmenge sind im ersten Halbjahr gesunken, wie die Generaldirektion Wasserstraßen- und Schifffahrt am Mittwoch mitteilte. In den ersten sechs Monaten befuhren demnach 15.940 Schiffe den Kanal. Das waren 1411 Schiffe weniger als im Vorjahreszeitraum. Parallel sank die Landungsmenge um 3,5 Millionen auf 48,8 Millionen Tonnen.

Der Rückgang sei moderat ausgefallen, sagte der Dezernatsleiter für Schifffahrt, Jörg Heinrich. Der gut 100 Kilometer lange Nord-Ostsee-Kanal sei eine der meist befahrenen künstlichen Wasserstraßen der Welt. Er verbindet die Deutsche Bucht mit der Ostsee und verkürzt den Weg im Vergleich zur Route um Dänemark herum um gut 400 Kilometer. Die Schleusenanlagen an der Mündung in Brunsbüttel sind jedoch seit fast hundert Jahren ununterbrochen in Betrieb. Dadurch müssen Schiffe oft lange warten, bevor sie in den Kanal einfahren oder ihn verlassen können.

In Brunsbüttel soll deshalb für 375 Millionen Euro eine neue Schleusenkammer gebaut werden. „Trotz unplanmäßiger altersbedingter Reparaturen und einem kurzfristigen Ausfall der großen Schleusen in Brunsbüttel im März des Jahres ist der Nord-Ostsee-Kanal nach wie vor gefragt,“ sagt Heinrich.


Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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