Verletzung der Geheimhaltungspflicht vorgeworfen
Staatsanwalt ermittelt bei Fraport

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen Aufsichtsräte des Flughafenbetreibers Fraport wegen der angeblichen Weitergabe vertraulicher Informationen an Journalisten.

HB FRANKFURT. Fraport habe zu Jahresbeginn Strafanzeige gegen zwei Aufsichtsräte gestellt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Freitag. Ermittlungen seien bereits getätigt und Zeugen vernommen worden. Fraport werfe den Aufsichtsräten eine Verletzung der Geheimhaltungspflicht nach dem Aktiengesetz vor, bestätigte die Sprecherin.

Nach Angaben der Sprecherin wurde damit ein altes Verfahren wieder aufgerollt, das bereits eingestellt worden war. Nun gebe es allerdings neue Beweise. Ein Fraport-Sprecher wollte dazu keine Stellung nehmen. Laut „Bild“-Zeitung sollen die Aufsichtsräte dafür gesorgt haben, dass vertrauliche Informationen aus den Sitzungen des Kontrollgremiums durchsickerten. Journalisten und einem Aktionäre sollen sogar Akten zugespielt worden sein.

Kontakte zwischen Journalisten und Aufsichtsräten sind auch ein zentraler Bestandteil der Telekom-Affäre. Der Konzern hatte unlängst eingeräumt, dass in den Jahren 2005 und 2006 bei der Telekom Telefondaten ausspioniert worden sind, um die Weitergabe vertraulicher Informationen an Journalisten zu unterbinden. Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt, unter anderem gegen den früheren Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke und den ehemaligen Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel.

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