Versandhändler
Takkt traut sich noch mehr zu

Der Versandhändler Takkt hat die Umsatzprognose nach oben geschraubt - und das nicht zum ersten Mal. Die Kunden von Takkt füllen nach der Krise wieder ihre Lager auf.
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HB STUTTGART. Nach dem Abflauen der Wirtschaftskrise kaufen die Unternehmen wieder verstärkt Büro-, Lager- und Betriebsausstattung beim Spezialversender Takkt ein. "Das dritte Quartal zeigte einen intakten Wachstumstrend", sagte Vorstandschef Felix Zimmermann bei der Vorlage der Geschäftszahlen für die Monate Januar bis September am Donnerstag in Stuttgart. Takkt erhöhe daher die erst im Sommer angehobene Umsatzprognose für das zu Ende gehende Jahr abermals.

2010 sei nun mit einem Umsatzwachstum zwischen drei und vier Prozent zu rechnen, stellte das von der Haniel-Gruppe kontrollierte Unternehmen in Aussicht. Die operative Marge werde bis zum Jahresende wieder an zwölf Prozent heranrücken, bekräftigte Finanzvorstand Florian Funck. Diese Marke hat sich das Takkt-Management als langfristige Untergrenze gesetzt, die im vergangenen Jahr wegen des Konjunktureinbruchs aber mit 9,4 Prozent deutlich verfehlt worden war.

Takkt verkauft über Kataloge und das Internet rund 160.000 Produkte an rund drei Millionen Firmen in 25 Ländern. Zwischen Januar und September kletterte der Umsatz um 7,8 Prozent auf 587,3 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) stieg wegen besserer Kapazitätsauslastung um 38,2 Prozent auf 76,3 Millionen Euro. Die operative Rendite erhöhte sich daher um knapp drei Prozentpunkte auf 13 Prozent.

Der Aufschwung sei insbesondere in Deutschland überraschend schnell gekommen, teilte das mit der französischen Manutan-Gruppe konkurrierende Unternehmen mit. In den kommenden Monaten sei mit einer Abschwächung des Wachstumstempos zu rechnen. Zu Jahresbeginn hatte Takkt 2010 lediglich ein Umsatzplus von maximal zwei Prozent für möglich gehalten. Im Schlussquartal dieses Jahres werde Takkt zudem den Großteil der Werbekosten verbuchen. Daher rutsche die Ebitda-Marge zum Jahresende unter den Wert für den Neunmonats-Zeitraum, prognostizierte der Vorstand.

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