Versandhäuser
Otto-Versand hängt die Konkurrenz ab

Neckermann und Quelle sind von der Krise gebeutelt. Doch der Otto-Versand steigert seinen Umsatz. Der Hamburger Konzern wächst gegen den Trend - und lässt seine Wettbewerber weit hinter sich. Jetzt legt die Otto-Gruppe ihre aktuellen Geschäftszahlen vor.

DÜSSELDORF/HAMBURG. Der Hamburger Otto-Versand setzt sich von der Konkurrenz ab. Im Gegensatz zu den verlustreichen Wettbewerbern Neckermann und Quelle konnte das Unternehmen seinen Umsatz in den vergangenen Monaten steigern. "Wir schneiden in der zweiten aufeinander folgenden Saison mit einem Plus ab", sagte Rainer Hillebrand, Chef des zweitgrößten deutschen Versandhändlers dem Handelsblatt mit Blick auf das Geschäft von September bis heute.

Es seien zwar nicht alle Herausforderungen des lange rückläufigen Kernbereiches gelöst. "Aber auch im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres, das im März gestartet ist, haben wir zugelegt. Unsere Umsatzzahlen sind gut", sagte der Manager. Der Otto-Versand gewinne profitabel Marktanteile; Treiber sei das Internet.

Die Mutter Otto-Gruppe legt heute die Daten für das Ende Februar abgelaufene Geschäftsjahr 2008/2009 vor. Branchenkreisen zufolge sollen sie gut ausfallen. Der insolvente Essener Konkurrent Arcandor, zu dem der Quelle-Versand und die Kaufhauskette Karstadt gehören, veröffentlicht ebenfalls heute Quartalszahlen. Erwartet wird erneut ein Verlust.

Einen direkten Einfluss der Arcandor-Misere auf ihr Geschäft sehen die Hamburger zumindest nicht in großem Stil. "Wir werden sicher auch etwas von dem Umsatz, den Karstadt macht, profitieren", sagt Hillebrand. Bislang spüre er "keinen massenhaften Zugang von verunsicherten Quelle-Kunden". Die würden vermutlich ihr Einkaufsvolumen nicht vollständig bei Otto platzieren, weil die Anzahl der Wettbewerber sehr groß sei. Die Branche betrachtet Amazon und Mediamarkt ebenso als Konkurrenten wie Ikea und H&M.

Nach Einschätzung Hillebrands könnte es im Management durchaus Wanderungsbewegungen geben: "Klar bewerben sich derzeit viele Arcandor-Mitarbeiter bei uns." Für Otto sei aber weniger die Frage relevant, was mit Arcandor passiere, als "die Antwort darauf, wie wir uns weiter verbessern können." Bereits jetzt liegt das Familienunternehmen Beobachtern zufolge strategisch vorn.

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