Wegen Erbschaftssteuer
Europapark-Besitzer erwägt Verkauf

Der Europapark könnte schon bald einen neuen Besitzer bekommen. Weil er hohe Belastungen aus der Erbschaftssteuer auf seine Kinder zukommen sieht, erwägt der Unternehmer Roland Mack den Verkauf des größten deutschen Freizeitparks.

RUST. „Ich kann den Europapark morgen abstoßen“, sagte Mack im Gespräch mit dem Handelsblatt. Das ginge innerhalb eines Tages. „Die Investoren stehen Schlange“, betonte Mack. Zu den Interessenten für den Europapark zählen laut Mack vor allem Investmentgesellschaften.

Mit vier Millionen Besuchern im Jahr ist der Europapark in der Nähe von Freiburg der beliebteste Freizeitpark in Deutschland. In 32 Jahren hat der Badener Mack aus einem kleinen Schlosspark eine Tourismusattraktion geschaffen, die inzwischen rund 250 Mill. Euro erwirtschaftet. Neben dem Europapark gehört dazu auch ein Betrieb, der Achterbahnen produziert und auf den rund ein Fünftel des Umsatzes entfällt.

Bis vor wenigen Tagen noch wäre er nie auf die Idee gekommen, sich vom Europapark zu trennen, sagte Mack. Schließlich führe er das Familienunternehmen bereits in der achten Generation. Angesichts der jüngsten Pläne für die Reform der Erbschaftsteuer mache er sich nun aber ernsthaft Gedanken, den Park und damit sein Lebenswerk zu verkaufen. Denn seine drei Kinder müssten seinen Berechnungen zufolge 300 Mill. Euro aufbringen, wenn sie das Unternehmen erben. „Das würde die Firma kaputt machen“, betonte der 57-Jährige.

Selbst bei einer Streckung auf zehn Jahre müsste das Unternehmen jährlich 30 Mill. Euro aufbringen. „Das ist mehr als wir im Durchschnitt investieren“, unterstrich Mack. Ohne Investitionen sei der Park aber in seiner Existenz bedroht. Um die Besucher immer wieder in die badische Provinz zu locken, braucht Rust jedes Jahr eine neue große Attraktion.

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