Weniger Passagiere und Fracht
Fraport ist noch nicht durchgestartet

Der Flughafenbetreiber Fraport musste im September einen Rückgang beim Fluggast- und Frachtaufkommen hinnehmen. Insgesamt sollen im laufenden Jahr aber trotz Lungenseuche Sars und Irak-Krieg höchstens ein Prozent weniger Passagiere den Frankfurter Flughafen nutzen als noch 2002.

HB FRANKFURT. Die Passagierzahlen für September nannte der Flughafenbetreiber am Dienstag mit rund 4,7 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang um ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Frachtaufkommen sank um 2,6 % auf 128 577 Tonnen. Für die kommenden Monate erwarte Fraport jedoch wieder steigende Passagierzahlen, teilte das Unternehmen weiter mit. Damit hofft Fraport, im Gesamtjahr 2003 bei den Passagierzahlen unter dem Strich ein Minus von lediglich einem Prozent zu verbuchen.

„Es ist nichts Neues im Grunde“, sagte Helaba-Trust-Analyst Mario Kristel zu den Verkehrszahlen. Er hatte mit einer Schätzung von 4,8 Mill. Passagieren etwas über den tatsächlichen Zahlen gelegen. Mit einem wesentlichen Einfluss auf die Aktien rechnet er nicht. Die schon zuvor bekannte Jahresprognose des Unternehmens, in etwa das Vorjahresniveau zu erreichen, hält er für angemessen.

Im Urlaubsmonat August hatte das im MDax gelistete Unternehmen einen Anstieg bei den Passagierzahlen um 2,7 % verzeichnet. Durch die anhaltende Nachfrageschwäche sei der ferienbedingte Aufwärtstrend jedoch nicht fortgesetzt worden. Besserung verspricht sich Fraport von der wieder anziehenden Reisebranche, die sich derzeit von den Auswirkungen des Irak-Krieges und der Lungenkrankheit Sars zu erholen beginnt und wieder steigende Buchungen ausweist.

Das Frachtaufkommen, das als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung gilt, ging den Angaben zufolge wegen der schwachen Konjunktur und dem starken Euro, der die Exportwirtschaft belastet, zurück. Zwar sei deutlich mehr Fracht auf den Strecken nach Nahost transportiert worden, doch habe vor allem das Frachtvolumen auf den Nordamerika-Routen abgenommen. In den ersten neun Monaten zählte Fraport rund 1,1 Mill. Tonnen Luftfracht und damit 1,8 % mehr als im Vorjahr.

Im zweiten Quartal 2003 hatte Fraport einen Gewinneinbruch verzeichnet und dies mit einem Rückgang der Start-, Lande und Passagier-Entgelte wegen des niedrigeren Fluggastaufkommens begründet. Bei einem weitgehend stabilen Umsatz von knapp 450 Mill. € sank der Konzerngewinn um fast ein Drittel auf 24,4 Mill. €.

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