Wirtschaftliche Abkühlung
Hugo Boss senkt Gewinnerwartung

Das Europa-Geschäft schwächelt. Deshalb muss der Modekonzern Hugo Boss seine Gewinnerwartung für das laufende Jahr zurückschrauben. Im Vergleich zu seinen Konkurrenten sieht Hugo Boss aber immer noch gut aus.
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StuttgartDer Modekonzern Hugo Boss hat wegen der wirtschaftlichen Abkühlung in Europa seine Gewinnerwartung für dieses Jahr zurückgeschraubt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde um fünf bis sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Bisher hatte Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs ein hohes einstelliges Gewinnplus in Aussicht gestellt, sodass Analysten mit einem Zuwachs von knapp acht Prozent auf 606 Millionen Euro im Gesamtjahr gerechnet hatten.

Das bislang florierende Europa-Geschäft trug maßgeblich zum Umsatzanstieg im dritten Quartal um neun Prozent auf 717 Millionen Euro bei. Doch habe die Branchendynamik zuletzt deutlich nachgelassen.

„In den vergangenen Wochen haben wir die schwache Branchenentwicklung in Europa und die Unsicherheit in Asien verstärkt gespürt“, erklärte Lahrs. Die Umsatzprognose für 2014 liegt jetzt bei plus sechs bis acht Prozent. Das operative Ergebnis stieg von Juli bis September um fünf Prozent auf 182 Millionen Euro und blieb damit sechs Millionen Euro hinter den Erwartungen von Analysten.

Der MDax-Konzern treibt den Ausbau seiner eigenen Läden voran. Zu den bestehenden 1028 Standorten weltweit sollen 50 neue Stores hinzukommen. Damit steigen aber die Vertriebs- und Marketingkosten, was die Rendite drückt.

Vom Umsatz strich das mit Marken wie Tommy Hilfiger, Ralph Lauren oder Burberry konkurrierende Modehaus 25,4 Prozent operativen Gewinn ein, 90 Basispunkte weniger als vor Jahresfrist aber noch immer doppelt so viel wie der Branchendurchschnitt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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