Zahlungsabwickler
Wirecard-Zahlen kommen gut an

Wirecard hat nach einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus die Prognosen für das laufende Jahr bestätigt. Der Zahlungsabwickler war in die Schlagzeilen geraten, weil Aktionärsschützer wiederholt den Vorwurf von Bilanzmanipulation vorgebracht hatten. Dagegen geht Wirecard nun vor.

HB DÜSSELDORF. In den ersten neun Monaten sei der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 56 Prozent auf 35,2 Millionen Euro gestiegen, teilte das im TecDax notierte Unternehmen überraschend am Donnerstag in Grasbrunn mit. Der Umsatz legte bis Ende September um rund 50 Prozent auf 141,1 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Wirecard beim EBIT weiter mit einem Plus von 45 bis 60 Prozent

Im dritten Quartal sei der Umsatz um 37,3 Prozent auf 52,8 Millionen Euro und der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 9,3 auf 13 Millionen Euro geklettert. "Im operativen Ergebnis des dritten Quartals sind einmalige und außerordentliche Aufwendungen von rund 1 Millionen Euro für zusätzliche Rechts- und Beratungskosten sowie das Sondergutachten enthalten", hieß es der Mitteilung.

Wirecard hat ein Sondergutachten erstellen lassen, nachdem Aktionärsschützer wiederholt den Vorwurf von Bilanzmanipulation vorgebracht hatten und damit der Aktienkurs des Unternehmens auf Talfahrt geschickt wurde.

Die Aktie von Wirecard hat nach vorläufigen Zahlen im sehr freundlichen Umfeld deutliche Kursgewinne verzeichnet. Die Papiere zwischenzeitlich um knapp sechs Prozent.

"Im operativen Ergebnis des dritten Quartals sind einmalige und außerordentliche Aufwendungen von rund 1 Millionen Euro für zusätzliche Rechts- und Beratungskosten sowie das Sondergutachten enthalten", hieß es vom Unternehmen. Wirecard hat ein Sondergutachten erstellen lassen, nachdem Aktionärsschützer wiederholt den Vorwurf von Bilanzmanipulation vorgebracht hatten und damit der Aktienkurs des Unternehmens auf Talfahrt geschickt wurde.

Der Quartalsbericht stieß bei Analysten auf positives Echo. Commerzbank-Analystin Heike Pauls sah die Zahlen bereinigt um Sondereffekte im Rahmen ihrer Erwartungen. Sie zeigten Widerstandsfähigkeit und Wirecard sei auf bestem Wege, seine Ziele zu erreichen. Pauls blieb bei der Einstufung "Buy" mit Ziel 8,50 Euro.

Jochen Reichert von SES Research bestätigte in einer Reaktion ebenfalls seine Einstufung "Kaufen" mit Ziel 8,00 Euro. Auch er sah die Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen. Traditionell sei für Wirecard das vierte das stärkste Quartal. Unter der Voraussetzung, dass das Weihnachtsgeschäft in Europa nicht stark zusammenbreche, dürften die Risiken für das Verfehlen der EBIT-Prognose begrenzt sein, schrieb der Experte.

WestLB-Analyst Björn Stübner sprach von guten Neuigkeiten durch die Zahlen und sah seine Umsatzprognosen übertroffen. Das EBIT sei allerdings wegen der zusätzlichen Aufwendungen etwas schwächer gewesen. Insgesamt stütze der Bericht jedoch den Anlagehintergrund von "Buy" mit Ziel 8,70 Euro.

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