Zukunft von Alitalia
Air France sieht Gewerkschaften unter Zugzwang

Die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM hat den Abbruch der Übernahmeverhandlungen mit Alitalia bekräftigt. Jetzt müssten die Gewerkschaften bei Alitalia einen Plan für die Zukunft der italienischen Airline vorlegen, erklärte Air France. Ob die Gespräche damit endgültig beendet sind, steht allerdings noch nicht fest.

HB PARIS. Der Verwaltungsrat der französisch-niederländischen Fluggesellschaft sei von Konzernchef Jean-Cyril Spinetta über den Sachverhalt informiert worden und habe den Stopp der Gespräche gebilligt, erklärte der europäische Marktführer am Montag. Die Gewerkschaften bei Alitalia müssten nun darlegen, wie sie sich die Zukunft der Airline vorstellten. Air France -KLM äußerte sich allerdings nicht konkret dazu, ob die Gespräche damit endgültig beendet sind oder gegebenenfalls wiederaufgenommen werden können. Die italienische Regierung forderte die Gewerkschaften unterdessen zu Gesprächen am Donnerstag auf. Bereits am Dienstag will Alitalia entscheiden, ob das Unternehmen Gläubigerschutz beantragt.

Air France -KLM hatte die Verhandlungen für eine Übernahme von Alitalia vergangene Woche abgebrochen, nachdem die Gespräche mit den Gewerkschaften unter anderem über den geplanten Abbau von zehn Prozent der Stellen gescheitert waren. Die Vorstellungen der Arbeitnehmervertreter nannte das Unternehmen inakzeptabel. Am Sonntag hatten die Gewerkschaften ihre Bereitschaft zu neuen Verhandlungen signalisiert, aber Zeit dafür gefordert. Der italienische Staat will schon seit längerem seine Anteile von 49,9 Prozent an der Airline verkaufen, die täglich Verluste von rund einer Million Euro einfliegt. Allerdings lehnt der italienische Oppositionsführer Silvio Berlusconi, der gute Aussichten auf einen Sieg bei der vorgezogenen Parlamentswahl am kommenden Sonntag und Montag hat, eine italienische Lösung bei Alitalia an.

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