Zumwinkel verspricht Besserung
Post kriegt in den USA „die Kurve“

Das Paketgeschäft in den USA hat die Deutsche Post hunderte Millionen Euro gekostet. Viele Sendungen erreichten ihr Ziel nur mit Verspätung, was zu unzufriedenen Kunden und schließlich zu roten Zahlen führte. Die schwerste Zeit soll jedoch vorbei sein.

HB COLUMBUS/DÜSSELDORF. Die Verluste seien im zweiten Halbjahr gegenüber der ersten Jahreshälfte im „dreistelligen Millionen-Bereich“ verringert worden, sagte Post-Chef Klaus Zumwinkel bei einem Besuch in Columbus im US-Bundesstaat Ohio. „Die Ergebniswende ist da“, betonte er. Service und Pünktlichkeit der Lieferungen in den USA seien nun deutlich verbessert worden. „Wir haben in den USA die Kurve gekriegt“, betonte Zumwinkel. Das Ergebnis sei zwar weiterhin negativ, aber es zeige einen „stabilen Aufwärtstrend“. Detaillierte Zahlen wollte er nicht nennen.

Die Zusammenlegung mehrerer Luftfahrt-Drehkreuze auf den Flughafen Wilmington in Ohio hatte im Jahr 2005 zu großen Problemen geführt, die 2006 andauerten und die Post viel Geld gekostet haben. Der Betrieb des Flughafens laufe mittlerweile problemlos, sagte Zumwinkel. In Wilmington starten und landen im Mittel 115 Maschinen täglich; rund 1,7 Mill. Sendungen werden von hier aus auf den Weg gebracht.

Der Konzern halte an seinem Ziel fest, ab 2009 in den USA Gewinne schreiben zu wollen, betonte Zumwinkel. Der Vize-Aufsichtsratschef der Post, Rolf Büttner, hatte indes gesagt, dieses Ziel werde vielleicht schon 2008 erreicht. „Alle kämpfen dafür, die Scharte auszuwetzen und den Break Even früher zu erreichen“, sagte Zumwinkel.

Post liegt hinter Fed Ex und UPS

Der Marktanteil in den USA solle von derzeit 10 auf 12 Prozent gesteigert werden, kündigte der Post-Chef an. Diese Position als „starke Nummer drei“ hinter Fed Ex (43 Prozent Marktanteil) und UPS (31 Prozent) reiche aus, um in den USA profitabel arbeiten zu können. Zweistellige Margen wie die beiden Konkurrenten werde die Post in den USA aber nicht erreichen. Doch auch bei einer Marge von 4 Prozent würden sich die Investitionen des Konzerns rechnen, betonte er.

Einen Ausstieg aus dem US-Markt, wo sich die Verluste der Post mittlerweile auf rund 1 Mrd. Euro summieren dürften, schloss Zumwinkel kategorisch aus. Die Post müsse als global operierendes Unternehmen in den USA vertreten sein. Zumwinkel verwies darauf, dass sein Unternehmen führende Postition in den Nachbarländern Mexiko und Kanada inne habe – beide wie die USA Mitglied in der Nordamerikanischen Freihandelszone Nafta.

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