1 268 Brauerein brauen in Deutschland nach Reinheitsgebot
Bitburger kündigt Übernahmen an

Die Bitburger-Brauerei will sich laut ihres Chefs Michael Dietzsch aktiv an der Konsolidierung des deutschen Brauereimarktes beteiligen. Ziel müsse es sein, deutsche Traditionsmarken in einer deutschen Lösung zu vereinen, um sie nicht ausländischen Anbietern anheim fallen zu lassen. Die Vielfalt der Biermarken sieht er trotz zahlreicher Übernahmen nicht gefährdet.

HB BITBURG/WIESBADEN. Biertrinker in Deutschland müssten trotz des wachsenden Gewichtes der Branchenriesen kein Einheitsgebräu befürchten. „Es bleibt ein Gegengewicht in Deutschland mit vielen kleinen und mittelständischen Brauereien“, sagte der Vorsitzende des Brauerbundes Hessen-Mittelrhein (Wiesbaden) am Donnerstag. Mit Spezialitäten könnten sich diese Bierbrauer weiter in Lokal- und Regionalmärkten bewegen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes brauen in Deutschland derzeit 1268 Brauereien (Stand 2003) Gerstensaft nach dem Reinheitsgebot. Damit sei die Zahl der Brauereien seit Mitte der 90er Jahre weitgehend konstant geblieben, berichteten die Statistiker in Wiesbaden zum „Tag des Deutschen Bieres“ (23. April). Hochburg der Biervielfalt ist Bayern, wo allein rund die Hälfte der Brauereien (641) zu Hause ist. Mehr als 100 Brauereien gibt es außerdem in Baden-Württemberg (173 Brauereien) und Nordrhein-Westfalen (115).

„Dass das Angebot an Bieren so vielfältig ist, ist gut für den Verbraucher und für unseren Ruf in der Welt, aber einzelne Standorte sind vielleicht nicht groß genug, dem internationalen Wettbewerb standzuhalten“, sagte Dietzsch. Deshalb werde sich die Konsolidierung der Branche fortsetzen. Daran wolle sich Bitburger beteiligen. In der jüngsten Vergangenheit waren vor allem die Branchenriesen Carlsberg (Dänemark) und Interbrew (Belgien) auf dem deutschen Markt aktiv geworden.

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