200 neue Stellen in Deutschland
Autozulieferer ZF Friedrichshafen erhöht Umsatzprognose

Der drittgrößte deutsche Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat in den ersten acht Monaten ein deutliches Umsatzplus verzeichnet. Für das Gesamtjahr hebt der Konzern seine Umsatzerwartungen an.

HB HANNOVER. Statt des bisher prognostizierten Zuwachses von fünf Prozent geht ZF-Vorstandschef Siegfried Goll nun von einem Plus von acht Prozent aus, wie er auf der Messe IAA Nutzfahrzeuge am Mittwoch in Hannover sagte. In den ersten acht Monaten lag der Umsatz bei 6,47 Mrd. Euro. „Das sind stolze zehn Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2003, das kann sich sicherlich sehen lassen“, sagte Goll. Der Absturz in die Verlustzone 2003 soll trotz hoher Investitionen einmalig bleiben. „Es wird 2004 zu einem positiven Ergebnis kommen. Das ist auch dringend nötig“, bekräftigte der ZF-Chef.

Das im Besitz zweier Stiftungen befindliche Unternehmen war im vergangenen Jahr durch außerordentliche Verluste infolge der Auflösung eines Getriebe-Gemeinschaftsunternehmens mit Ford mit 162 Mill. Euro in die roten Zahlen gerutscht. Auch ohne den Sondereffekt war der Gewinn angesichts des Preisdrucks der Pkw- und Lkw-Hersteller auf die Zulieferer auf acht Mill. Euro zusammengeschrumpft.

Die gute Konjunktur bei Nutzfahrzeugen, mit denen ZF rund 21 % des Umsatzes erzielt, habe dem schwäbischen Getriebe- und Lenkungsspezialist aus Friedrichshafen ebenso geholfen wie Innovationen im Pkw-Bereich, etwa die neue Sechsgang-Automatik, erläuterte Goll. Die Sparte Pkw-Antriebstechnik legte von Januar bis August allein um 15 % auf 1,12 Mrd. Euro zu. Die angespannte Ertragslage habe dies nicht verbessert, sagte Goll. „Die Produktivitätserhöhungen werden völlig durch die Erhöhung der Stahl- und Energiepreise und durch den nicht nachlassenden Preisdruck der Hersteller verbraucht“.

Dennoch habe ZF in Deutschland 200 Arbeitsplätze geschaffen, betonte Goll. Im Ausland seien allerdings mehr Stellen aufgebaut worden. „Die Herausforderung ist, das Niveau in Deutschland zu halten“, sagte der ZF-Chef. Insgesamt beschäftigt der Konzern 55 000 Menschen.

Bereits am Dienstag hatte der größte deutsche Autozulieferer Bosch seine Umsatzprognose nach oben geschraubt. Statt sieben Prozent mehr Umsatz erwartet das Stuttgarter Unternehmen nun eine Steigerung um neun Prozent auf fast 40 Mrd. Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%