21-Milliarden-Deal
Johnson & Johnson kauft Synthes

Es ist ein Deal der Superlative: 21,3 Milliarden Dollar zahlt Johnson & Johnson für das Schweizer Medizintechnik-Unternehmen Synthes. Doch trotz des hohen Preises ein sinnvoller Deal.
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FrankfurtDer US-Gesundheitskonzern Johnson & Johnson übernimmt das Schweizer Medizintechnik-Unternehmen Synthes. Die Amerikaner legen dafür 21,3 Milliarden Dollar oder 159 Franken je Synthes-Aktie auf den Tisch, wie Synthes am Mittwoch mitteilte. Gegenüber dem Dienstag-Schlusskurs entspricht das einem Aufschlag von 8,5 Prozent.

Der Deal ist die drittgrößte jemals vollzogene Übernahme im Medizintechnik-Segment. Mehr Geld hat nur Novartis für den Augenspezialisten Alcon vergangenes Jahr ausgegeben und Boston Scientific für den Herzschrittmacherhersteller Guidant vor fünf Jahren.

Das Interesse von J&J bestätigt, dass dieser Teilbereich des Gesundheitsmarkts in Bewegung bleibt. Ein klarer Trend ist aus den Transaktionen jedoch kaum herauszulesen. Zum Teil konsolidiert sich der Markt. Es kaufen sich aber auch neue Akteure ein, wie zuletzt etwa der US-Mischkonzern Danaher, der den Diagnostika-Hersteller Beckman Coulter übernahm. Auch Laborzulieferer und Biotechfirmen wie Fisher Scientific und die deutsche Qiagen-Gruppe sind in den vergangenen Jahren durch Zukäufe in die Medizintechnik vorgedrungen.
558 Transaktionen im Umfang von zusammen 54 Milliarden Dollar wurden in den zurückliegenden zwölf Monaten in dem Sektor abgewickelt, teilt der Informationsdienst Bloomberg mit. Darunter sind auch zwölf kleinere Deals von Johnson & Johnson.

Mit der Übernahme von Synthes setzt der US-Konzern zu einem weitaus größeren Schritt an: 3,7 Milliarden Dollar zusätzlichen Jahresumsatz könnte Synthes bringen - und ein bislang relativ wachstumsstarkes Geschäft.

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