Absatzplus
McLaren in Rekordstimmung

Mit Supersportwagen fährt McLaren ein sattes Gewinnplus ein. Die Briten geben sich wieder selbstbewusst und wollen den Rekordkurs beibehalten. Dabei sollen vor allem neue Modelle helfen.
  • 0

DüsseldorfGas geben - das gehört bei McLaren zum Geschäftsmodell. Vor vier Jahren eröffnete der britische Sportwagenbauer wieder erste Autosalons. Zwei Jahren machten die Briten wieder Gewinn. Und in diesem Geschäftsjahr kann McLaren sich erneut selbst übertreffen. Umsatz und Profit legen im Gleichschritt zu - und das um satte 68 Prozent. Verglichen mit den großen Autobauern sind 29,2 Millionen Euro Gewinn, bzw. 475,5 Millionen Euro Umsatz zwar wenig.

Doch erwirtschaftet werden diese imposanten Zahlen mit gerade einmal rund 1.650 verkauften Fahrzeugen. Pro verkauftem Fahrzeug erwirtschaftet McLaren damit einen Profit von 17.700 Euro. Den größten Anteil daran hat der McLaren P1, ein Supersportler mit 916 PS und einem Verkaufspreis von mindestens einer Million Euro. 248 Mal verkaufte der P1 sich alleine 2014.

Entsprechend zufrieden gibt sich auch McLaren-Geschäftsführer Mike Flewitt. Er strebt auch für das Gesamtjahr 2015 erneut einen Profit an. Rückenwind erwartet er nicht nur von der streng limitierten P-1 GTR, der nur 45 Mal gebaut wird. Vor allem ein neues Einstiegsmodell, das zuletzt auf der New York Auto Show seine Weltpremiere feierte, soll für Rückenwind sorgen. Der 570S bewegt sich mit einem Einstiegspreis von 150.000 Euro in direkter Konkurrenz zu Porsche und soll schon 2017 rund die Hälfte der McLaren-Verkäufe ausmachen.

92 Millionen Pfund (129,40 Millionen Euro) haben die Briten darum in Forschung und Entwicklung investiert - rund ein Fünftel des Umsatzes. Damit fällt der Anteil für die Forschungsausgaben deutlich höher aus als bei der Konkurrenz.

Ohne Rückendeckung durch einen Konzern ist es schwieriger, technologisch vorne mitzuspielen. Für das laufende Jahr sollen die Investitionsausgaben darum noch einmal deutlich erhöht werden. 120 Millionen Pfund hat McLaren-Chef Flewitt für Neuerungen vorgesehen. Das erklärte Ziel: jedes Jahr soll ein neues Modell auf den Markt kommen.

Angetrieben wird das Wachstum auch durch neue Händler. Mittlerweile ist McLaren weltweit wieder in 30 Ländern vertreten. Die Zahl der Händler ist auf 71 gewachsen und soll 2015 weiter ausgebaut werden. Gerade Asien spielt in der Verkaufsstrategie eine immer wichtigere Rolle. Schon heute werden drei von zehn McLaren in Asien verkauft. 11 neue Händler sorgten im abgelaufenen Geschäftsjahr für ein Absatzplus von 80 Prozent. Der größte Markt für die Briten bleibt bisher aber immer noch die USA, wo rund ein Drittel aller McLaren-Modelle verkauft werden.

Kommentare zu " Absatzplus: McLaren in Rekordstimmung"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%