Absatzrückgang beim Boxster ausgeglichen
Porsche plant kleinere Cayenne-Version

Der Sportwagenbauer Porsche erwägt, wie von Branchenexperten bereits erwartet, den Bau einer kleineren Version des erfolgreichen Geländewagens „Cayenne“.

Reuters SCHANGHAI. Angesichts eines sinkenden Sportwagenabsatzes denke Porsche über einen kleineren Cayenne nach, sagte Vertriebsvorstand Hans Riedel am Dienstag in Schanghai. Analysten erwarten bereits für die Internationale Automobilausstellung (IAA) Anfang September in Frankfurt die Enthüllung eines Sechszylinder-Cayenne. Der Geländewagen wird derzeit in zwei Achtzylinder-Varianten mit Turbo- und mit Saugmotor angeboten. Mit Hilfe des Cayenne will Porsche den Gesamtabsatz im gerade angelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 um bis zu 15 Prozent ausbauen.

„Mit den Produkten, die wir auf den Markt bringen werden, dürften wir im laufenden Geschäftsjahr 70 000 bis 75 000 Autos verkaufen“, bekräftigte Riedel am Dienstag frühere Äußerungen von Vorstandschef Wendelin Wiedeking. Für das am 31. Juli 2003 abgelaufene Geschäftsjahr 2002/03 rechnet Porsche mit 65 000 verkauften Fahrzeugen. Der im Dezember 2002 eingeführte Cayenne ist nach Analystenschätzungen etwa 16 000 Mal verkauft worden und glich damit den Absatzrückgang auf wohl unter 50 000 Autos beim Boxster und 911 mehr als aus. 2003/04 geht der Cayenne erstmals mit einer vollen Jahresproduktion von etwa 25 000 Einheiten in die Bilanz ein.

Unklar blieb zunächst, welchen Motor der neue Sechszylinder bekommen soll. Analysten spekulieren über einen VW-Motor, wie er auch im Schwestermodell VW Touareg eingebaut wird.

Riedel bestätigte auch die Erwartung eines Rekordgewinns im abgelaufenen Jahr: „Wir hatten sechs absolute Rekordjahre, und ich bin recht zuversichtlich, dass wir 2002/03 ein weiteres gehabt haben“, sagte er zur Eröffnung eines neuen Schauraums in der chinesischen Finanzmetropole. Wiedeking hatte zuletzt schon eine „sehr deutliche“ Steigerung des Gewinns gegenüber 2001/02 in Aussicht gestellt.

In der neuen chinesischen Oberschicht will Porsche 2003 rund 150 Fahrzeuge verkaufen. Seit Anfang 2001 hatte Porsche einen Schauraum in Peking, nun gesellt sich Schanghai dazu. In den ersten zwei Wochen seien dort bereits 14 Autos ausgeliefert worden, hieß es. Porsche zielt in China auf eine wohlhabende, junge Kundschaft ab: „Unser durchschnittlicher Käufer ist etwa ein Jahrzehnt jünger als die unserer Konkurrenten (Mercedes und BMW)“, sagte Riedel.

Porsche-Aktien legten in einem freundlichen Marktumfeld in Frankfurt 0,5 Prozent zu auf knapp 364 Euro.

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