Absatzzahlen für Oktober
Käufer lassen GMs Spritfresser links liegen

Bei General Motors ist im dritten Monat in Folge die Zahl der verkauften Autos eingebrochen. Die Ratingagentur Moody's reagierte prompt und stufte ihre Bonitätsbewertung abermals herunter. Gelernt hat GM aus den katastrophalen Absatzzahlen nichts.

HB DETROIT. Der Konzern teilte am Dienstag mit, im Oktober seien in den USA mit 257 623 Autos stolze 23 Prozent weniger verkauft worden als noch ein Jahr zuvor. Besonders die sportlichen Geländewagen liefen schlecht, weil sich immer mehr Amerikaner im Angesicht der gestiegenen Benzinpreise den Kauf der spritschluckenden Boliden überlegen. Aber auch die Nachwirkungen der verheerende Wirbelstürme und damit verknüpften Zukunftsängsten der US-Konsumenten spielten nach Meinung von Analysten eine Rolle.

GM kündigte nach Bekanntgabe der katastrophalen Absatzzahlen für Oktober an, im vierten Quartal in Europa und Asien 9000 Autos weniger zu bauen als zuvor geplant. Der nordamerikanische Produktionsplan bleibe aber unverändert. Im Oktober wurden dort 8 Prozent mehr Fahrzeuge hergestellt als im Vorjahreszeitraum. Angesichts der drastisch gesunkenen Verkäufe quellen die Lager inzwischen über.

Der weltgrößte Autokonzern steckt zur Zeit in der wohl größten Krise seiner Geschichte. Sinkende Absatzzahlen, ein Berg von Schulden, eine ruinöse Rabattschlacht sowie die steigenden Pensions- und Gesundheitskosten haben sich zu einer Bürde aufgetürmt, die den 1908 gegründeten Konzern immer mehr in die Knie zwingen. Hinzu kommt nun noch der Vorwurf der US-Börsenaufsicht SEC, die Bilanzen geschönt zu haben. Um den drohenden Konkurs abzuwenden, hat GM-Chef Wagoner angekündigt, 25 000 oder gar noch mehr Menschen zu entlassen und mehrere Werke in Nordamerika zu schließen. Zudem will er eventuell die profitable Finanztochter GMAC verkaufen.

Die Nummer zwei der US-Autoindustrie, Ford, hat ähnliche Probleme, allerdings ist die Existenz nicht akut gefährdet. Die konzernweiten Verkäufe im Oktober sind mit minus 26 Prozent sogar noch 3 Prozentpunkte weiter zurückgegangen als bei GM. 199 847 Fahrzeuge brachte Ford an den Kunden.

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