Abschwächung nach gutem Jahr erwartet
Salzgitter legt die Messlatte hoch

Der Stahl- und Röhrenkonzern Salzgitter hat im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn und -umsatz eingefahren. Der zweitgrößte deutsche Stahlhersteller nach Thyssen-Krupp hat für das laufende Jahr aber eine „Normalisierung“ angekündigt.

HB HANNOVER. Der Gewinn vor Steuern habe sich von 322,8 Mill. Euro in 2004 auf 940,9 Mill. Euro in 2005 fast verdreifacht, teilte der Konzern am Montag mit. Darin sind allerdings 138,2 Mill. Euro aus dem Verkauf einer Beteiligung an Vallourec und dem Ausstieg aus den gemeinsamen Nahtlosrohr-Aktivitäten mit dem französischen Konzern enthalten. Zudem schlugen sich Steuereffekte von 137 Mill. Euro auf der Habenseite nieder.

Nach Steuern verdiente Salzgitter 842,0 Mill. Euro nach 246,7 Mill. Euro im Vorjahr. Der Konzernumsatz legte um 20 Prozent auf 7,15 Mrd. Euro zu. Die Geschäftszahlen lagen sowohl über den Schätzungen von Branchenexperten als auch über der eigenen Prognose, die der Konzern erst im November erhöht hatte. Analysten hatten einen Vorsteuergewinn von 766 Mill. Euro und 7,09 Mrd. Euro Umsatz erwartet. Der Konzern selbst hatte einen Gewinn vor Steuern von mindestens 700 Mill. Euro sowie einen Umsatz von 7 Mrd. Euro prognostiziert und sich dabei auf den anhaltenden Boom im Röhrengeschäft sowie die wieder anziehende Stahlnachfrage gestützt.

Das Stahlgeschäft werde sich 2006 „normalisieren“, hieß es in einer Mitteilung. Den erwarteten Gewinnrückgang begründete Salzgitter mit nicht absehbaren Entwicklungen bei Erlösen, Materialpreisen, Beschäftigung und Wechselkursen. Dies könne sich vor allem in der zweiten Jahreshälfte niederschlagen, erklärte Salzgitter.

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