Absichtserklärung unterzeichnet
VW in den Emiraten aktiv

Die Volkswagen AG will in der Golfregion aktiv werden. Das Wolfsburger Unternehmen verspricht sich besonders bei den Luxuskarossen des Konzerns wachsende Absatzchancen.

HB ABU DHABI. Der Autohersteller wolle den Verkauf seiner Luxusmodelle Phaeton und Touareg in diesem Premium-Markt ankurbeln und strebe Joint Ventures und die Zusammenarbeit mit örtlichen Unternehmen an, sagte VW-Vorstand Peter Hartz am Montagabend nach Unterzeichnung einer entsprechenden Absichtserklärung in Abu Dhabi gemeinsam mit der staatlichen Holding Mubadala Development Company (MDC). Mit Blick auf das Erdölland sagte Hartz: „Das ist eine Win-Win-Situation für eine Region, die monokulturell geprägt ist, und für einen Global Player.“

Als mögliche Felder der Zusammenarbeit nannte Hartz die Produktion von Modulen, etwa für die in Brasilien produzierten Lastwagen des Konzerns. Hartz ist im VW-Vorstand auch für diese Region zuständig.

Derzeit finden sich nur wenige Phaetons und Touaregs auf Abu Dhabis und Dubais Straßen. Zu möglichen Verkaufszahlen wollte sich Hartz nicht direkt äußern. „500 Stück pro Quartal wäre sicher übertrieben“, sagte er. Konkurrenz sehe er auch im eigenen Hause. „Audi ist schon recht gut vertreten, aber die Marke Volkswagen nicht. Das wollen wir ändern.“ Audi erlebt in den Emiraten einen regelrechten Run auf die erst seit wenigen Wochen erhältliche Langversion des Topmodells A8. Der Phaeton ist in Deutschland in der Langversion erst ab dem kommenden Frühjahr erhältlich.

Mittel- und langfristige Perpsektiven im Visier

Den staatlichen Partner sehe er vor allem als potenten Investor, sagte Hartz und ergänzte offenbar mit Blick auf Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), in dessen Amtszeit Audi- und VW-Limousinen in den Kanzlerfuhrpark aufgenommen wurden: „Wenn der Chef VW fährt - damit haben wir anderswo gute Erfahrungen gemacht.“

Es gehe nicht nur um gesteigerte Absatzzahlen, sondern um mittel- und langfristige Perspektiven. „Wenn Sie 1 000 Phaetons verkaufen wollen, dann kommen sie schnell auf diese Region.“ Hartz, der dafür kurzfristig eingeflogen war, unterschrieb die Absichtserklärung während des Aufenthalts von Kanzler Schröder in Abu Dhabi, für den es am Dienstag nach Dubai und dann zurück nach Berlin geht.

Deutschland und die Emirate vereinbarten am Montag eine engere wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit. Schröder sagte vor örtlichen Unternehmern, er wolle die deutsche Wirtschaft ermutigen, stärker in der Region präsent zu sein, nicht nur mit Handel, sondern auch mit Produktionsstätten.

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