Acht Millionen Fahrzeuge bis 2010
Winterkorn sagt Toyota den Kampf an

VW-Konzernchef Martin Winterkorn will bis 2010 das Wachstum des Konzerns drastisch ankurbeln. VW werde jährliche Effizienzsteigerungen von mindestens zehn Prozent anstreben und seinen Absatz ebenfalls um mindestens zehn Prozent jährlich steigern. „Wir haben das klar definierte Ziel einer jährlichen Produktivitätssteigerung um mindestens zehn Prozent“, sagte Winterkorn im Gespräch mit der WirtschaftsWoche.

DÜSSELDORF. „Und wir wollen die reine konstruktionsbedingte Montagezeit deutlich optimieren. Die Montagezeit, die beim Golf heute noch bei 35 Stunden liegt, muss um wenigstens 20 Prozent kürzer werden.“ Ziel sei es, den japanischen Branchenprimus Toyota nicht nur auf technologischem Feld, sondern auch bei der Rendite zu überflügeln: „Wir haben durchaus den Ehrgeiz, auch in dieser Disziplin Maßstab zu werden.“ Die aktuelle Zielrendite der Konzern-Produkte von acht Prozent werde von künftigen Modellen wie dem neuen Golf klar übertroffen.

Trotz der Produktivitätssteigerungen wird es laut Winterkorn keinen Abbau von Arbeitsplätzen geben. Die Gefahr bestünde nur, wenn VW nicht weiter wachsen würde: „Neue Produkte sind für die Zukunft von Volkswagen ganz wichtig. Wir müssen wachsen über neue Produkte wie den Tiguan, den geplanten Kleinwagen oder den Scirocco. Und wir müssen wachsen über neue Märkte. Denken Sie an Russland, an Indien. Und das Wachstum dort, auch in China, wird auch hier in Europa Wachstum schaffen. Denn viele Dinge werden wir auch in Zukunft aus Deutschland zuliefern müssen.“

Auf die Frage, ob damit ein Mindestwachstum von zehn Prozent gemeint sei, antwortete Winterkorn: „Ja.“ Dies bedeutete, dass der Konzern schon 2010 rund acht Millionen Fahrzeuge absetzen wird. Winterkorn: „Sie haben Recht, nach Adam Riese gehen wir in diese Richtung. Und um ein bekanntes Zitat zu verwenden: Das wird auch so funktionieren, wenn uns der Himmel nicht auf den Kopf fällt.“

Kleinwagen könnte Basis für neue Modellfamilie sein

Der kleine City-Wagen, den VW auf der IAA in Frankfurt als Studie mit dem Namen „New Small Family Car“ vorstellt, wird nach Aussagen von Konzernchef Martin Winterkorn voraussichtlich in Europa gebaut und bei einer positiven Kundenresonanz der Beginn einer neuen Modellfamilie sein. Der WirtschaftsWoche sagte Winterkorn: „Wir werden es wahrscheinlich in Europa bauen, aber in jedem Fall an dem Standort, der sich im internen Wettbewerb aller unserer Werke mit den niedrigsten Kosten das Projekt sichern kann.“ Das könne ein Werk in Osteuropa sein.

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