Airbus
Auftragseingang bricht ein

Umsatz und Gewinn gesteigert, aber deutlich weniger Aufträge: Airbus zeigt eine gemischte Quartalsbilanz. Noch gibt sich Chef Tom Enders gelassen. Doch gerade der Militärtransporter A400M bereitet ihm Kopfzerbrechen.
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MünchenDer Flugzeugbauer Airbus hat im ersten Quartal dank des Verkaufs seiner Rüstungselektroniksparte einen Gewinn erwirtschaftet. Der Überschuss kletterte binnen Jahresfrist um die Hälfte auf 608 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Ohne den Verkauf des Elektroniksegments, der 560 Millionen Euro einbrachte, und positive Währungseffekte wäre den Toulousern im Auftaktquartal praktisch nichts übrig geblieben. Dennoch hielt Konzernchef Tom Enders an seiner Jahresprognose fest. Auf vergleichbarer Basis soll der Gewinn um die fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Allerdings bereiten dem Konzern die Verzögerungen beim Militärtransporter A400M weiter Kopfzerbrechen, wenn auch die Gespräche mit den Kundenstaaten wie geplant aufgenommen worden seien. Es blieben "Herausforderungen bestehen, die möglicherweise erheblich sein können", hieß es.

Unter Investoren dürfte auch die Auftragslage des Konzerns Stirnrunzeln auslösen. Während der Umsatz in den Monaten Januar bis März noch um sieben Prozent auf 13 Milliarden Euro zulegte, brach der Auftragseingang regelrecht ein. Das Volumen der neuen Bestellungen sackte um fast die Hälfte auf 3,8 Milliarden Euro ab. Enders, gegen den die Staatsanwaltschaft Wien wegen schweren Betrugs im Rahmen eines alten Eurofighter-Geschäfts ermittelt, äußerte sich dennoch gelassen. „Wie erwartet fiel der Auftragseingang im ersten Quartal gering aus. Doch unser gut gefülltes Auftragsbuch mit mehr als 6.700 Bestellungen für Zivilflugzeuge unterstützt den weiteren Produktionshochlauf”, erklärte er. Insbesondere über die Entwicklung beim Langstreckenjet A350 äußerte sich Airbus zufrieden. „Im ersten Quartal wurden 13 Maschinen ausgeliefert. Das Programm ist auf einem guten Weg, bis Ende 2018 das Produktionsziel von zehn Flugzeugen pro Monat zu erreichen”, teilte das Unternehmen mit.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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