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Lufthansa verschärft Sparprogramm

Die Deutsche Lufthansa baut angesichts der anhaltenden Branchenkrise ihr Sparprogramm aus. Nach den Bereichen Passagierverkehr, Cargo und Catering sind nun die administrativen Zentralbereiche des Konzerns im Fokus. Dort sollen bis zum Jahr 2012 rund 15 Prozent der Arbeitsplätze sollen gestrichen werden.

FRANKFURT.. Die Deutsche Lufthansa baut angesichts der anhaltenden Branchenkrise ihr Sparprogramm aus. Nach den Bereichen Passagierverkehr, Cargo und Catering sind nun die administrativen Zentralbereiche des Konzerns im Fokus. Dort sollen bis zum Jahr 2012 rund 15 Prozent der Arbeitsplätze gestrichen werden. Das geht es aus einer internen Managementinformation hervor, die dem Handelsblatt vorliegt.

"Nachdem die operativen Einheiten ihren Beitrag leisten, ist es nur konsequent, dass nun auch die darüber angesiedelten Zentralfunktionen gleiches tun", bestätigte ein Sprecher des Unternehmens die Informationen. Der prozentuale Abbau bezieht sich auf die sogenannten Beschäftigungsjahre, eine interne Größe. Ein Beschäftigungsjahr entspricht einer Vollzeitstelle für ein Jahr. Wie viele Stellen im Zentralbereich am Ende betroffen sein werden, ist noch nicht genau klar.

Fest steht, dass das Management die Reduzierung des Personals sozialverträglich umsetzen will. "Im Sinne der Sozialpartnerschaft ist es das Ziel, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten", sagte der Sprecher. So soll das Ziel von 15 Prozent sukzessive erreicht werden, jedes Jahr ist ein Abbau von fünf Prozent vorgesehen.

Gleichzeitig will das Management die Sachkosten im Zentralbereich ebenfalls über drei Jahre um 21 Prozent reduzieren. Die zentralen Abteilungen, die Dienstleistungen für mehrere Konzernbereiche erbringen, können alternativ ihre "Produktivität" steigern. Dies könnte auf die so genannten Shared Service Center wie etwa die Personalabrechnung zutreffen. Als weiteres Element des Sparprogramms werden die Gehälter der Führungskräfte vorübergehend eingefroren. "Vor dem Hintergrund der unverändert anhaltenden Krise hat der Vorstand zudem beschlossen, die Vergütungsüberprüfung der Führungskräfte in den Zentralfunktionen und der LH-Passage für das Jahr 2009/2010 auszusetzen", heißt es wörtlich.

Die jetzt angekündigten Maßnahmen ergänzen das vor einigen Wochen von Vizechef Christoph Franz angestoßene Sparprogramm "Climb 2011". Durch dieses will das Management im Passagierverkehr bis 2011 eine Mrd. Euro einsparen. Die genauen Maßnahmen stehen noch nicht fest. Die Gespräche laufen.

Der intensivierte Sparkurs zeigt, wie heftig die Branche derzeit von der Krise gebeutelt wird. Zwar zählt Lufthansa zu den wenigen Fluggesellschaften, die im ersten Halbjahr unter dem Strich noch ein positives operatives Ergebnis erzielen konnten. Doch mit gerade einmal acht Mio. Euro im Vergleich zu 677 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2008 ist auch der Branchenprimus heftig getroffen. Längst hat das Management deutlich gemacht, dass ein Jahresverlust nur dann zu vermeiden ist, wenn die Sparmaßnahmen umgesetzt werden.

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