Aktie als Spielball
Weiterer Balda-Aktionär fordert Aufspaltung

Obwohl Balda die Bildschirme für das umjubelte iPhone von Apple liefert, rutscht der Kurs des Handyausrüsters aus Ostwestfalen immer weiter ab. Auf der Hauptversammlung am Donnerstag erhielten Vorstand und Aufsichtsrat noch Unterstützung – doch die Großaktionäre werden nervös.

DÜSSELDORF. Die Balda AG bleibt im Fokus ausländischer Investoren. Nach Informationen des Handelsblattes hat Ask Capital aus dem Mittleren Osten 1,5 Prozent der Anteile des ostwestfälischen Handyausrüsters erworben. Ask Capital verfolgt dieselben Ziele wie der englische Großaktionär Audley Capital und der US-Investor Guy Wyser-Pratte: Die chinesische Tochterfirma von Balda, TPK, soll ausgegliedert werden und an eine asiatische Börse oder die US-Börse Nasdaq gebracht werden.

„Wir glauben, dass der Markt das Potenzial von TPK nicht berücksichtigt“, sagt Sherif Elhalwagy vom Finanzberater Ace & Company, der Ask Capital berät. „Wir würden es deshalb begrüßen, wenn Balda eine Ausgliederung von TPK vorbereitet. Es ist durchaus möglich, dass wir unsere Anteile an Balda aufstocken.“

Der Handyschalen-Hersteller Balda ist seit gut einem Jahr an TPK beteiligt. Das chinesische Unternehmen hat sich auf das Geschäft mit berührungsempfindlichen Bildschirmen (Touch-Screens) spezialisiert. Der erste Großkunde ist offenbar Apple. Der US-Konzern will bis Ende 2008 zehn Millionen seiner neuen iPhones verkaufen. Bei dem viel umjubelten Telefon spielt der Touch Screen eine zentrale Rolle. Vertragliche Abmachungen allerdings hindern Balda daran, Details zu dem Auftrag oder auch nur seine Existenz öffentlich zu kommentieren.

Genau diese Geheimniskrämerei ist den Großaktionären von Balda ein Dorn im Auge. Seit Verkaufsstart des iPhones hat die Balda-Aktie 40 Prozent ihres Wertes verloren. Der Kurs liegt derzeit bei rund sieben Euro – niedriger als vor der Beteiligung an TPK. Die Großaktionäre Audley (neun Prozent) und Wyser-Pratte (sechs) haben in den vergangenen 30 Tagen mehr als zwanzig Millionen Euro verloren. Deshalb fordern sie nun, Balda aufzuspalten.

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