Aktie hochgestuft
Adidas will im Outdoor-Bereich zulegen

Nachdem Adidas seine Wintersport- und Outdoor-Sparte Salomon verkauft hat, will der Sportartikelhersteller nun unter eigenem Markennamen das Geschäft mit Outdoor-Artikeln ankurbeln.

HB HERZOGENAURACH. „Wir werden in den Bereich Outdoor investieren und wollen den Adidas angemessenen Marktanteil erreichen“, sagte Vorstands-Chef Herbert Hainer der „Wirtschaftswoche“. Intern habe Hainer der Sparte bereits höhere Umsatzziele verordnet. Um das Geschäft solle sich ein ehemaliger Manager des Südtiroler Outdoor-Spezialisten Salewa kümmern, berichtete das Blatt. Der Konzern schließe auch den Kauf eines auf Outdoor-Ausrüstung spezialisierten Unternehmens nicht aus. So habe Adidas nach Informationen aus Branchenkreisen vergeblich versucht, die Traditionsmarke Schöffel zu kaufen.

Adidas hatte am Montag den Verkauf seiner schwächelnden Wintersport- und Outdoor-Sparte Salomon an die finnische Amer Sports Corporation bekannt gegeben. Analysten reagierten positiv. Die Deutsche Bank hob das Kursziel der Aktie auf 145,40 € an. Der angekündige Verkauf von Salomon sei „überraschend, aber willkommen“, hieß es in einer Studie. Die Investmentbank Merrill Lynch nannte als neues Kursziel 148 €, die Commerzbank 145 €. Am Dienstag setzten die Adidas-Aktie ihren Aufschwung vom Vortag mit gedrosseltem Tempo fort und gewann zeitweise 1,88 % auf 131,18 €.

Die „Kampagne für „saubere“ Kleidung“ will den Vorstand auf der Hauptversammlung an diesem Mittwoch in Fürth mit Vorwürfen zu angeblichen Arbeitsrechtsverletzungen bei der Herstellung von Adidas- Produkten konfrontieren. So würden bei einem Zulieferbetrieb in Honduras die Arbeiter und Arbeiterinnen vor der Einstellung diskriminierenden Untersuchungen unterzogen. Sie müssten ihre Entlassung befürchten, wenn sie sich gewerkschaftlich organisieren wollten. Der geringe Lohn zwinge die Näherinnen zu exzessiven Überstunden.

Das Unternehmen verwies auf regelmäßige Kontrollen in dem Betrieb. „Wir nehmen die Vorwürfe ernst und werden sie weiter untersuchen“, hieß es in einer Stellungnahme.

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