Aktienverkäufe an Mirko Kovats
Norddeutsche Affinerie zeigt Commerzbank bei der BaFin an

Die Commerzbank gerät durch Vorwürfe der Norddeutsche Affinerie (NA) unter Erklärungsdruck. Der Kupferproduzent verdächtigt das Geldhaus, beim Verkauf von NA-Aktien an den Investor Mirko Kovats einen möglichen Interessenskonflikt missachtet zu haben – parallel war das Institut als Berater für die NA tätig. Der Hamburger Konzern hat deswegen die Finanzaufsicht BaFin eingeschaltet.

dpa-afx HAMBURG. „Wir sehen einen Interessenskonflikt der beteiligten Bank und möchten den prüfen lassen“, sagte NA-Chef Werner Marnette der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe). Die Commerzbank bestätigte, das Zehn-Prozent-Paket vor drei Wochen übernommen und an Kovats weiterverkauft zu haben, wies den Vorwurf Marnettes jedoch zurück.

Commerzbank: Keine Interessenkonflikte

Ein möglicher Interessenkonflikt ergibt sich dem Bericht zufolge aus der Tätigkeit der Bank für zwei Auftraggeber in Geschäften rund um die NA: Einerseits bereitete das Geldhaus für die Affinerie das kürzlich veröffentlichte Kaufangebot für den Konkurrenten Cumerio mit vor. Andererseits nahm die Bank von der Familienholding Possehl den Auftrag an, deren NA-Aktien-Paket zu veräußern. Der Verkauf des Pakets an Kovats hatte der Zeitung zufolge Marnette überrascht. Er habe damit gerechnet, dass die Aktien breit gestreut würden.

Die Commerzbank weist dem Bericht zufolge Interessenkonflikte zurück. Die Beratung der NA zum Kauf von Cumerio und den Verkauf des Possehl-Paketes hätten zwei Teams separat bearbeitet, heiße es in einer Stellungnahme des Instituts.

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