Aktionstag gegen drohende Massenentlassungen
Electrolux-Werker verbünden sich gegen den Konzern

Die westeuropäischen Beschäftigten des Hausgeräteherstellers Electrolux wehren sich gemeinsam gegen drohende Massenentlassungen. Am Freitag treten tausende Arbeiter in den Streik, auch im von Schließung bedrohten Nürnberger AEG-Werk.

HB NÜRNBERG. Der Europäische Metallgewerkschaftsbund habe dazu 25 000 Beschäftigte in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Belgien, Ungarn und Schweden aufgerufen, berichtete die IG Metall am Mittwoch in Nürnberg. Die Arbeitnehmer wollten deutlich machen, dass sich die Standorte nicht gegeneinander ausspielen ließen.

Electrolux plant die Verlagerung von mehr als einem Dutzend Werken aus Westeuropa in Billiglohnländer. In Nürnberg kämpfen die 1750 Beschäftigten des zu dem schwedischen Konzern gehörenden AEG- Hausgerätewerks um den Erhalt des Standorts. Der spanische Standort Fuenmayor wurde Gewerkschaftsangaben zufolge bereits geschlossen. Massenentlassungen habe es in den Electrolux-Werken in Florenz und im schwedischen Mariestaad gegeben. Die weiteren europäischen Standorte stünden unter steigendem Druck.

Auf dem Aktionstag würden an allen Standorten mehrstündige Aktionen stattfinden, kündigte der Nürnberger AEG- Betriebsratsvorsitzende Harald Dix an. Die Forderungen der Arbeitnehmer lauten: Keine weiteren Schließungen, keine betriebsbedingten Kündigungen sowie eine auf Innovation ausgerichtete Unternehmensstrategie. Die Arbeitnehmervertreter fordern ein europäisches Rahmenabkommen „für eine nachhaltige und sozialverträgliche Zukunft für Electrolux in Europa“.

In Nürnberg werden die AEG-Beschäftigten das Werk nach Worten von Dix voraussichtlich mehrere Stunden lang blockieren. Bereits am 5. Oktober hatte die Belegschaft die Fabrik mit einem 24-stündigen Streik lahmgelegt. Daraufhin zeigte sich die Electrolux-Geschäftführung gesprächsbereit über die Zukunft des Werks.

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