Alexander Schochin
„Das nächste Jahr wird das schwerste“

PremiumDer Chef des russischen Industrieverbands über die Lage der Wirtschaft, Privatisierungen und die Annäherung an China. Und über seinen Wunsch nach unabhängigen Gerichten und weniger Bürokratie in seinem Land.

Alexander Schochin kennt seine politischen Verhandlungspartner gut. Er war selbst Arbeits-, Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident in Russland. Seit zehn Jahren steht er an der Spitze des Industriellenverbands und sitzt in zahlreichen Aufsichtsräten.

Herr Schochin, wie tief steckt Russland in der Wirtschaftskrise?
Die ökonomische Lage ist nicht sehr gut, die Rohstoffpreise sind niedrig. Die Regierung rechnet für 2016 mit drei Prozent Haushaltsdefizit. Wir haben die Zusage von Präsident Putin, dass die Steuern wegen der Krise drei Jahre lang nicht erhöht werden. Aber da müssen wir derzeit sehr aktiv sein, damit dieses Versprechen eingehalten wird.

Gibt es denn Hoffnung auf eine...

 
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