Altlasten-Problem weiter ungeklärt
Börsengang der RAG entscheidet sich bis Frühjahr 2007

Über den Börsengang der RAG soll bis zum Frühjahr 2007 entschieden werden. Darauf haben sich nach Angaben aus der Düsseldorfer Staatskanzlei die Teilnehmer eines Spitzengesprächs geeinigt, die am Donnerstag in Berlin die Börsenpläne des Konzerns erörtert haben.

HB BERLIN/DÜSSELDORF. Der Essener Konzern will mit seinen so genannten weißen Sparten Chemie (Degussa), Energie (Steag) und Immobilien im kommenden Jahr an die Börse. Die Steinkohle soll in eine Stiftung ausgegliedert werden. Die Kohleländer Nordrhein-Westfalen und das Saarland, der Bund, die RAG und die Gewerkschaft IG BCE wollen eine Lösung „im Gesamtpaket“, teilte Matthias Kopp, Sprecher des NRW-Ministers für Bundes- und Europa-Angelegenheiten, mit. Die Zukunftsfähigkeit des weißen Bereichs solle gesichert werden.

Noch gibt es eine ganze Reihe von Problemen in Hinblick auf den Börsengang, die noch nicht abschließend geklärt sind. Dazu zählen unter anderem Detailfragen zum Börsengang, die Frage der Bergbau-Altlasten der früheren Ruhrkohle AG, der Zeitpunkt für das Auslaufen der Kohlesubventionen und die sozialverträgliche Abfederung dieses Prozesses. Zeitungsberichte über eine Aufstockung der Bundesmittel für einen Ausstieg aus dem Subventionsbergbau ohne Kündigungen bestätigte Kopp nicht.

An dem Spitzengespräch nahmen unter anderem Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU), die Ministerpräsidenten aus NRW und dem Saarland, Jürgen Rüttgers und Peter Müller (beide CDU), der Chef der IG BCE, Hubertus Schmoldt, und RAG-Chef Werner Müller teil.

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