Angeblicher Vertragsbruch
US-Ölkonzern verklagt Gazprom

Der US-Ölkonzern Moncrief Oil verklagt den russischen Erdgasproduzenten Gazprom wegen angeblichem Vertragsbruch vor dem Landgericht Berlin. Man habe 1997 und 1998 Verträge über die Entwicklung und Erkundung des Juschno Russkoje Gasfeldes abgeschlossen. Diese habe Gazprom gebrochen und stattdessen die deutschen Konzerne BASF und Wintershall an dem Projekt beteiligt.

iw DÜSSELDORF. Die Klage von Moncrief Oil ist der zweite Versuch, deutsche Gerichte einzuschalten. Zuvor hatte Moncrief BASF und ihre Tochter Wintershall auf 8,5 Mrd. Dollar Schadenersatz verklagt. Dort lautete der Vorwurf, die Unternehmen hätten Gazprom zum Vertragsbruch angestiftet. Das Landgericht Frankenthal wies die Klage aber im Juli ab. Moncrief legte erst Berufung ein, zog diese aber inzwischen zurück.

Moncrief scheut sich, sein Anliegen vor ein russisches Gericht zu tragen, weil der russische Staat der Mehrheitsaktionär von Gazprom ist. „Wir geben uns nicht der Illusion hin, dass russische Gerichte gerade in diesem Fall unvoreingenommen vorgehen würden“, sagte der Firmenchef Richard...

 
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