Angst vor Finanzinvestoren
Conti-Chef sorgt sich um Großaktionär Schaeffler

Die finanzielle Situation des fränkischen Familienunternehmen Schaeffler treibt Continental-Vorstandschef Karl-Thomas Neumann die Sorgenfalten auf die Stirn. Gemeinsam mit seinen Aufsichtsräten sucht er für seinen Großaktionär Auswege aus der Krise. Der Verkauf der Gummisparte des Konzerns wird immer wahrscheinlicher.

HAMBURG. Die schwierige finanzielle Situation des fränkischen Familienunternehmens Schaeffler bereitet inzwischen auch Continental-Vorstandschef Karl-Thomas Neumann große Sorgen. Das erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen des Aufsichtsrates des Dax-Konzerns.

Neumann hatte Montagabend die Kontrolleure telefonisch über den Stand der Conti-Übernahme durch Schaeffler informiert. Continental müsse prüfen, wie das Unternehmen seinem Großaktionär helfen könne, sagte Neumann nach Angaben von Teilnehmern. Der Vorstoß des Conti-Chefs dürfte einen Verkauf der Gummisparte des Konzerns wahrscheinlicher machen.

Die Veräußerung der beiden Reifen-Divisionen (PKW und LKW) und des Gummispezialisten Conti-Tech könnte die Schulden von Conti zumindest deutlich reduzieren. Die Hannoveraner hatten für den Kauf des Konkurrenten VDO im Jahr 2007 gut elf Mrd. Euro an Krediten aufgenommen.

In der Telefonkonferenz mit seinen Aufsichtsräten bestätigte der Vorstandschef erstmals das konkrete Interesse von drei Finanzinvestoren an der Gummisparte. Sie hätten sich bei Conti gemeldet. Wie das Handelsblatt bereits am Montag berichtet hatte, bereiten die US-Unternehmen Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und Bain Capital ebenso Angebote vor wie Allianz Capital Partners, der Finanzarm des Versicherers. Inzwischen hat auch mindestens ein weiterer Finanzinvestor sein Interesse signalisiert.

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