Anhaltend gute Nachfrage
BASF strotzt vor Zuversicht

Der Chemieriese BASF kann kräftig zulegen: Nach einem Gewinnanstieg im Sommerquartal erhöhte die Konzernführung am Dienstag ihre Gewinnerwartungen und steuert nach eigenen Angaben ein Rekordjahr an. Die Anleger konnte das jedoch nur kurz begeistern.

HB FRANKFURT. Anleger reagierten zunächst positiv: Im vorbörslichen Handel legte die BASF-Aktie 1,3 Prozent zu. Im Handelsverlauf gaben die Titel die Zuwächse jedoch wieder ab und rutschten leicht in die Verlustzone.

Dank anhaltend hoher Nachfrage und Preisanhebungen erhöhte der weltgrößte Chemiekonzern im dritten Quartal seinen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen - wie Restrukturierungskosten - binnen Jahresfrist um sechs Prozent auf 1,7 Mrd. Euro. Damit erreichte BASF punktgenau die Erwartungen der Analysten. Gute Ergebnisse hätten insbesondere die im Vorjahr erworbenen Geschäfte gezeigt, erläuterte der Vorstand.

BASF hatte 2006 eine Reihe von Großakquisitionen gestemmt. So übernahm der Konzern für rund 3,8 Mrd. Euro den US-Spezialchemiekonzern Engelhard und erwarb für 2,7 Mrd. Euro die Bauchemie-Sparte von Degussa. Dazu kam der US-Harzspezialist Johnson Polymer für 470 Mill. Dollar. Alle diese Geschäfte gelten als weniger konjunkturanfällig als andere Bereiche des Chemiegeschäfts.

Der Chemieriese setzte von Juli bis September 14 Mrd. Euro um, ein Plus von fünf Prozent. In der Kasse blieb ein Überschuss von 1,2 Mrd. Euro, fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Grund sei die Absenkung des Steuersatzes im Zuge der Unternehmenssteuerreform, was zu einem Einmalertrag im Quartal geführt habe, begründete das Management.

Für das Gesamtjahr 2007 erwartet die BASF-Führung um Konzernchef Jürgen Hambrecht nun ein Ergebnis vor Sondereinflüssen über dem des Vorjahres, nachdem zuvor noch ein Ergebnis mindestens auf Vorjahresniveau angesteuert wurde. Im vierten Quartal werde es aber wegen der Abstellung von Großanlagen in der Petrochemie erneut zu Ergebnisbelastungen kommen. Der Chemieriese steuert für 2007 eine deutliche Umsatzsteigerung auf knapp 58 Mrd. Euro an nach 52,6 Mrd. Euro im Vorjahr.

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